Teenager nach Macheten-Drohung festgenommen

Der Jugendliche wurde von der Polizei im Bereich Max-Reger-/Robert-Sommer-Straße gestellt.  Foto: Picture Factory/Fotolia

Weil ein 16-jähriger Heuchelheimer in den Sozialen Medien ankündigte, mit einer Machete eine Schule aufsuchen zu wollen, rückte die Polizei zu einem Großeinsatz aus, der...

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GIESSEN/LAHNAU/HEUCHELHEIM. Ein 16-jähriger Jugendlicher aus Heuchelheim hat am Dienstagmorgen auf einem Social-Media-Kanal angedroht, mit einer Machete auf dem Weg zur Schule zu sein. Das Polizeipräsidium Mittelhessen in Gießen hatte zunächst den Hinweis erhalten, dass es sich hierbei um die Lahntalschule im Lahnauer Ortsteil Atzbach handeln würde. Daraufhin wurden mehrere Streifenwagen entsandt. Im Laufe der Ermittlungen kam dann jedoch heraus, dass sich der junge Mann nicht in Lahnau aufhält, sondern auf dem Weg zur Willy-Brandt-Schule in Gießen war. Und so beorderte die Polizei ihre Streifenwagen dorthin, um in der Umgebung der Berufsschule nach dem Verdächtigen zu suchen.

Gegen 10.45 Uhr konnte der 16-Jährige schließlich im Bereich Max-Reger-Straße/Robert-Sommer-Straße festgenommen werden. Dabei leistete der Willy-Brandt-Schüler keinen Widerstand, teilte Polizeisprecher Jörg Reinemer dieser Zeitung auf Nachfrage mit. Zudem habe der Jugendliche keine Machete bei sich geführt. Ob es diese tatsächlich gibt und wo sich befinden könnte, ist Gegenstand der fortdauernden Ermittlungen, für die auch Zeugen befragt wurden. Der polizeibekannte 16-Jährige, dem man ebenfalls das Handy abnahm, um seine Onlineaktivitäten nachzuverfolgen, wurde im Anschluss zunächst zur Polizeiwache und später für weitere Untersuchungen zu einer psychiatrischen Fachklinik gebracht. Nach dem bisherigen Erkenntnisstand wird gegen ihn wegen der Ankündigung von Straftaten ermittelt, ließ der Sprecher wissen.

Die Schule selbst wollte sich auf Anfrage nicht zu dieser Angelegenheit äußern und verwies auf die Polizei. Die wiederum konnte weiterhin vermelden, dass auch mehrere Interventionsteams im Einsatz waren. Man habe die Sache "von Anfang an sehr ernst genommen", betonte der Polizeisprecher.

Von (fod)