Schulen im Lahn-Dill-Kreis sollen normal beheizt werden

Die Kreisregierung hat sich umentschieden: Schulen im Lahn-Dill-Kreis sollen auch diesen Winter normal beheizt und nicht auf eine Maximaltemperatur von 20 Grad beschränkt werden.  Archivfoto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Ursprünglich sah der Energiesparplan der Kreisregierung maximal 20 Grad in den Klassenräumen vor. Davon ist sie abgerückt und hat den Plan geändert.

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WETZLAR/DILLENBURG. Eine Maximaltemperatur von 20 Grad in den rund 2500 Unterrichtsräumen der Schulen im Lahn-Dill-Kreis - das war ein Energiesparziel der Kreisregierung in diesem Winter, ein Beitrag gegen eine Gasmangellage. Davon ist sie nun abgerückt, die Schulen sollen auch in diesem Winter normal beheizt werden, teilte die Kreisverwaltung am Donnerstag mit.

"Der Unterricht soll weiterhin möglichst im Normalbetrieb stattfinden können", erklärte Landrat Wolfgang Schuster (SPD) in der Pressemitteilung. "Damit schließen wir uns der Empfehlung der Kultusministerkonferenz an." Die Kreisregierung habe am Mittwoch einen entsprechenden Beschluss gefasst und damit den im August besiegelten Gas-Notfallplan in diesem Punkt geändert. Im Lahn-Dill-Kreis werden 66 Schulen mit Gas beheizt, 26 mit Öl, Holz-Pellets oder Fernwärme.

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Unverändert bleiben die Energiesparziele für die übrigen kreiseigenen Bauten: Verwaltungsgebäude sollen nur noch bis maximal 19 Grad beheizt werden, Sporthallen bis maximal 16 Grad. 39 der 54 kreiseigenen Sporthallen werden mit Gas beheizt.

Der "Maßnahmenplan zur Energieeinsparung und Notfallmaßnahmen bei einer Gasmangellage für die Liegenschaften des Lahn-Dill-Kreises" sieht außerdem vor, dass warmes Wasser dort, wo es möglich ist, abgedreht wird.

Der Plan nennt auch Stromsparmaßnahmen: Nicht sicherheitsrelevante Außenbeleuchtung wird abgeschaltet. Wo noch nicht geschehen sollen konventionelle Leuchten durch LED-Lampen ersetzt werden. Zur Begleitung und Umsetzung der Maßnahmen hat der Lahn-Dill-Kreis intern die "Taskforce Energie" gegründet, einen Krisenstab.