Drogenrazzia in Leuner NPD-Szenetreff

Nicht das erste Mal, dass die Polizei im NPD-Szenetreff "Bistro Hollywood" im Leuner Stadtteil Stockhausen vorbeischaut. Diesmal ging es aber nicht um Fragen des Staatsschutzes, sondern um mögliche Drogendelikte.  Archivfoto: VRM

Polizeiaufgebot und Hausdurchsuchung am Montagabend vor dem bekannten NPD-Szenetreff "Bistro Hollywood" im Leuner Stadtteil Stockhausen. Diesmal aber nicht in Verbindung mit dem...

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. Leun-Stockhausen (kel). Großes Polizeiaufgebot und Hausdurchsuchung am Montagabend vor dem bekannten NPD- und Rechten-Szenetreff "Bistro Hollywood" im Leuner Stadtteil Stockhausen. Diesmal aber nicht in Verbindung mit dem Staats- und Verfassungsschutz, sondern der Rauschgiftfahndung.

Es habe sich um einen "üblichen Polizeieinsatz" im Zuge von Ermittlungen gegen den Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz gehandelt, teilte ein Polizeipressesprecher auf Nachfrage dieser Zeitung mit. Der Staatsschutz habe bei diesem Einsatz in der einschlägig bekannten Lokalität, die in der rechten Szene auch als "Teutonicus" bekannt ist, ausdrücklich keine Rolle gespielt, so der Sprecher weiter. Ein Durchsuchungsbeschluss der Staatsanwaltschaft habe vorgelegen, Sicherstellungen seien gemacht worden. Derzeit laufe aber noch die Auswertung. Aufgrund der laufenden Ermittlungen könnten deshalb keine näheren Angaben gemacht werden.

Bei dem Einsatz habe es keine Komplikationen oder Verletzte gegeben. Aufgrund der einschlägigen Erfahrungen mit dem Lokal sei es ganz normal, dass die Polizeibeamten "in Erkenntnis der Gesamtumstände" auch zum Selbstschutz in entsprechender Stärke dort auftreten würden.

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Der Sprecher betonte auf Nachfrage, dass der Einsatz "in keinster Weise" im Zusammenhang mit den bundesweiten Durchsuchungen bei Anhängern der Gruppierung "Aryan Circle Germany" am Dienstag gestanden habe.

Unter anderem waren im Zuge dieser bundesweiten Aktion unter Federführung der Staatsanwaltschaft Flensburg und des LKA Schleswig-Holstein auch Wohnungen im benachbarten Weilburg durchsucht worden. Es sei laut Pressesprecher schierer Zufall, dass die Durchsuchungen in Stockhausen mit dieser Aktion zusammengefallen ist.