Randalierer mit Messer verletzt in Leun einen Mann

Ein Radalierer hat in Leun Anwohner und Polizei in Atem gehalten.  Symbolfoto: dpa

Zudem hat er an sechs Pkw die Außenspiegel abgetreten oder abgeschlagen. Zudem war er absichtlich mit seinem Wagen gegen zwei geparkte Fahrzeug gefahren.

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LEUN. Ein durch einen Messerschnitt Leichtverletzter und neun demolierte Fahrzeuge sind die Bilanz zum Ende eines Polizeieinsatzes am Freitag, 23. September, in Leun.

Wie Polizei-Pressesprecher Guido Rehr am Montag berichtete, hatte ein Anrufer gegen 2.20 Uhr über den Notruf einen auf der Siemensstraße randalierenden jungen Mann gemeldet. Dieser habe bereits mit einem Messer einen Passanten verletzt.

Umgehend machten sich mehrere Streifen der Wetzlarer Polizei auf den Weg nach Leun. Auf der Siemensstraße trafen sie auf einen wild schreienden und umherlaufenden Mann, der ein kleines Messer in der Hand hielt.

Den Aufforderungen, das Messer fallen zu lassen, kam er nicht nach. Vielmehr warf er nach einer Schimpftirade gegen die Polizisten das Messer in deren Richtung, traf diese jedoch nicht.

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Pfefferspray setzte den Angreifer schließlich außer Gefecht, Polizisten überwältigten ihn und legten ihm Handschellen an. "Die Befragung der Zeugen brachte letztlich einen völlig irren Tatablauf zutage", schilderte Rehr.

Den aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg stammenden Mann hatte eine bereits beendete Beziehung zu einer Leunerin zurück in die Lahn-Gemeinde geführt. Dies, verstärkt durch Alkoholgenuss, ließ den 26-Jährigen ausrasten: Bis zum Eintreffen der Streifen hatte er in der Siemensstraße an sechs Pkw die Außenspiegel abgetreten oder abgeschlagen, zudem war er absichtlich mit seinem Wagen gegen zwei geparkte Fahrzeug gefahren. Ein Anwohner forderte ihn auf, sich zu beruhigen und wegzugehen. Dies nahm der 26-Jährige zum Anlass, mit dem Messer in der Hand auf diesen zuzulaufen.

Anwohner will sich in Sicherheit bringen

Während der 30-jährige Anwohner sich in einem Hausflur in Sicherheit bringen wollte, erwischte der 26-Jährige ihn mit einem Messerschnitt am linken Unterarm. Nach einer Erstversorgung durch eine Angehörige übernahm eine Rettungswagenbesatzung seinen Transport in das Wetzlarer Krankenhaus, wo die Wunde behandelt wurde.

Der 26-Jährige aus Waldeck-Frankenberg musste mit auf die Wetzlarer Wache, wo ihm ein Arzt eine Blutentnahme abnahm. Bis zum nächsten Mittag musste er im Gewahrsam der Wetzlarer Polizei ausnüchtern. Nach seiner erkennungsdienstlichen Behandlung und Vernehmung durfte er die Polizeistation wieder verlassen. Auf ihn kommen Strafverfahren unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung, Bedrohung und Trunkenheit im Straßenverkehr zu.