Ausschuss stellt Wohnungsprojekt zunächst zurück

Der Bauausschuss der Gemeinde Siegbach gibt vorerst aufgrund der Vorrangstellung der Bürgerhaussanierung in der Kerngemeinde keine Empfehlung zu der geplanten Einrichtung von zwei Wohneinheiten im Obergeschoss des Dorfgemeinschaftshauses Tringenstein ab. (Foto: Helga Peter) Foto: Helga Peter

Der Plan war, im leer stehenden Obergeschoss des Dorfgemeinschaftshauses Tringenstein zwei Wohneinheiten einzurichten. Doch der Bauausschuss der Gemeinde Siegbach hat die...

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SIEGBACH-TRINGENSTEIN. Aufgrund der Dringlichkeit des Projektes "Bürgerhaussanierung" in der Kerngemeinde hat der Bauausschuss der Gemeinde Siegbach seine Empfehlung zu dem Projekt "Aufteilung des ersten Obergeschosses Dorfgemeinschaftshaus Tringenstein in zwei Wohneinheiten" vorerst zurückgestellt.

In der jüngsten Sitzung des Ausschusses stand die Aufteilung des ersten Obergeschosses des Dorfgemeinschaftshauses Tringenstein zur Diskussion. Vorgesehen ist dort die Einrichtung von zwei Wohneinheiten. Vorsitzender Friedhelm Wistof (parteilos) erläuterte, dass dort neben dem Saal auch eine leer stehende Wohnung mit einer Fläche von etwa 120 Quadratmetern vorhanden ist. Eine Kostenschätzung der Gesamtheit dieser Wohnung herbeizuführen, sei unter der Prämisse aufgegeben worden, dass diese schlecht zu vermieten sei. Vielmehr sei die Idee entstanden, diese Wohnung in zwei Wohneinheiten aufzuteilen.

Kalkulierte Kosten: 137 500 Euro

Bauingenieur Thorsten Staaden (Eschenburg) stellte als externer Planer den Kostenaufwand des Projektes vor. Ermittelt wurden Sanierungskosten in Höhe von 137 500 Euro. Staaden erläuterte, dass die vorhandene Wohnung komplett entkernt und in den Rohbauzustand versetzt werden müsse. So seien die Elektroinstallationen ebenso zu erneuern wie die Heizungs- und Sanitäranlagen. Noch nicht festgestellt sei, ob auch Asbest-Kontaminierungen vorliegen. Die von ihm erstellte Kalkulation beruhe im Übrigen auf Erfahrungswerten.

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CDU-Fraktionssprecher Joachim Schneider vermisste einen entsprechenden Grundrissplan zu dieser Kalkulation. "Wir müssen wissen, was hier passiert", machte Schneider deutlich. Jens Metzler stellte heraus, dass die Einrichtung von zwei Wohnungen gut sei, denn das Gebäude mit herrlicher Aussicht müsse bewohnt werden. SPD-Fraktionssprecher Tobias Schäfer sprach sich gegen das Projekt aus und sah keinen Handlungsbedarf für die Einrichtung von zwei Wohnungen. Im Übrigen gebe es in dem Heimatmuseum in Übernthal einen weiteren Wohnungsleerstand.

Joachim Schneider konterte: "Wir sind eine Kommune und haben auch eine soziale Verpflichtung. Das Haus gehört uns." Vielleicht bleibe von der Bürgerhaussanierung etwas zur Verfügung, was dort mit eingebracht werden könne.

Vorsitzender Friedhelm Wistof stellte heraus, dass eine Immobilie nicht vor sich hingammeln dürfe. Es kristallisiere sich jedoch heraus, dass eine Beschlussempfehlung in dieser Sitzung nicht gefasst werden könne. Auf einstimmiges Votum des Ausschusses wurde dieses Projekt vorläufig zurückgestellt.