Verkehr verärgert viele Tringensteiner

Wird saniert: die Kreisstraße K 55 bei Tringenstein. Anwohner der Oranienstraße in Tringenstein befürchten, dass dann wegen der dafür nötigen Sperrung mehr Autos durch ihre Straße fahren. Foto: Katrin Weber

Anwohner zweier Straßen haben es satt: Die in der Oranienstraße fordern dringend eine Verkehrsberuhigung, jene in der Berliner Straße, dass keine Lkw mehr in die Sackgasse fahren.

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. Siegbach-Tringenstein (kawe). In Tringenstein läuft beim Verkehr einiges schief. Das sagen jedenfalls die Siegbacher Sozialdemokraten, die deswegen zur jüngsten Parlamentssitzung einige Anträge gestellt hatten. Darin ging es zum einen um Lkw in der Berliner Straße und um Tempo 30 in der Oranienstraße.

Friedhelm Wistof (parteilos) hob es sich bis zum Schluss auf, dem staatsbeauftragten Bürgermeister Eckehard Förster (SPD) eine lange Liste zu übergeben. Darauf: 55 Unterschriften von Anwohnern der Oranienstraße, erläuterte er.

Sie fordern eine Verkehrsberuhigung der Ortsdurchfahrt nach Oberndorf. Schnellstmöglich sollte Tempo 30 für die Oranienstraße gelten. Außerdem sollte die Vorfahrtsregel geändert und künftig Rechts-vor-links eingeführt werden. Drittens sollten auf dem Asphalt in Einmündungen in Nebenstraßen "Haifischzähne" aufgebracht werden.

Förster verspricht, sich um Abhilfe zu bemühen

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Wegen der ab Mitte September vorgesehenen Sanierung der Kreisstraße K 55 zwischen Tringenstein und dem Abzweig nach Wallenfels solle die Forderung schnellstmöglich umgesetzt werden, heißt es in dem Schreiben. Die Anwohner gehen davon aus, dass es wegen der Sperrung zu einem erheblich höheren Verkehrsaufkommen in der Oranienstraße kommen wird.

Die Oranienstraße ist im Besitz der Gemeinde Siegbach. Förster kündigte in der Sitzung an, noch einmal die Polizei dazu zu holen, um eine Lösung zu finden. Ob dies vor Beginn der Sanierung der K 55 passieren wird, ist ungewiss. Förster: "Das Problem wird sein, kurzfristig die entsprechende Firma nach Tringenstein zu bekommen, die die ,Haifischzähne' markiert."

Navis lotsen Brummis immer wieder in die Sackgasse

Mit Lkw haben die Anwohner in der Berliner Straße ihre Last. Die Straße ist eine Sackgasse, doch immer wieder wird sie von Lastern angesteuert, die zum Tringensteiner Steinwerk wollen.

Die SPD stellte nun einen Antrag, um den Anlieferverkehr endgültig aus der Straße zu verbannen. Es soll geprüft werden, ob Barrieren oder Verengungen helfen könnten, die Brummis zu stoppen. Zudem soll in Abstimmung mit dem Steinwerk geprüft werden, ob die Anschrift des Unternehmens geändert werden kann, damit Navigationsgeräte die Lkw nicht in die Berliner Straße dirigieren. In der Vergangenheit seien Autos beschädigt und Außenspiegel abgefahren worden, berichtete Fraktionsvorsitzender Wolfgang Gümbel.

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Möglicherweise können die Hinweisschilder an der Landesstraße gegen größere Schilder ausgetauscht werden, auf denen international verständliche Piktogramme abgebildet sind. Förster wies jedoch darauf hin, dass die derzeitige Variante die größte gewesen sei, die die Gemeinde habe anbringen dürfen. Aber: "Wir werden versuchen, eine Lösung hinzubekommen."