Waldsolms stockt Waldrücklage um eine Million Euro auf

Sturmschäden, Borkenkäfer und Trockenheit setzen dem Waldsolmser Wald zu - sie erfordern einen höheren Holzeinschlag und Aufforstungen. © Helmut Serowy

Die Parlamentarier der Gemeinde haben in ihrer jüngsten Sitzung dem Waldwirtschaftsplan 2023 zugestimmt. Was noch zur Debatte stand.

Anzeige

WALDSOLMS-KRÖFFELBACH. Die Waldsolmser Parlamentarier haben in ihrer Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus Kröffelbach dem Waldwirtschaftsplan 2023 zugestimmt und den Gemeindevorstand beauftragt, diese Zahlen in den Haushalt der Gemeinde einzuarbeiten.

Der von Revierförsterin Wiebke Schrell und dem Leiter des Forst Service Taunus, Frank Zabel, erstellte Plan schließt mit einem Plus in Höhe von 72.000 Euro ab. Aus einem außergewöhnlich hohen Überschuss aus dem Jahr 2021 soll eine Million Euro in die Waldrücklagen eingestellt werden, um den in Nöten steckenden Forst auch künftig erhalten zu können.

Die Gemeindevertreter haben auch zugestimmt, überplanmäßige Ausgaben in Höhe von 3.600 Euro aus Mitteln der Erbschaft Wedel für den Spielplatz Schlehenweg in Kraftsolms bereitzustellen.

Umschichtung für das Dach am Gemeinschaftshaus

Anzeige

Da die Erneuerung der Dacheindeckung des Dorfgemeinschaftshauses (DGH) Griedelbach mit voraussichtlich 240.000 Euro weit über den bei der Hessenkasse angemeldeten 100.000 Euro liegt, befürworteten die Parlamentarier eine Umschichtung. Die für die Sanierung des Feuerwehrgerätehauses Brandoberndorf beantragten 71.000 Euro sollen nun für die Erneuerung der Dacheindeckung des DGH Griedelbach verwendet werden.

Nachdem die jeweiligen Ortsbeiräte zum barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen in Waldsolms Stellung genommen hatten, soll im Zuge der Straßenbauarbeiten und der Erneuerung der Kanal- und Wasserleitungen zunächst die Bushaltestelle in der Schulstraße Brandoberndorf entsprechend ausgebaut werden. Die Gemeindevertreter stimmten zu, die Mittel im Haushalt bereitzustellen sowie den Förderantrag entsprechend abzuändern. Die weiteren Haltestellen sollen zu einem späteren Zeitpunkt umgebaut werden.

Den vorläufigen Jahresabschluss 2021 der Gemeinde Waldsolms - der unter anderem aufgrund höherer Steuereinnahmen und ungeplant erweiterter Holzverwertung ein Plus von 1,2 Millionen Euro aufweist - nahmen die Waldsolmser Parlamentarier einstimmig zur Kenntnis.

Zustimmung fanden Änderungen bei der Entwässerungssatzung der Gemeinde Waldsolms. So werden die Grenzwerte für die Einleitung von Abwasser aus Industrie- und Gewerbebetrieben oder vergleichbaren Einrichtungen der Mustersatzung des Hessischen Städte- und Gemeindebundes angepasst.

Die Verwendung von Niederschlagswasser als Brauchwasser (beispielsweise bei Brunnen oder Zisternen) muss künftig durch von der Gemeinde beschaffte Messeinrichtungen gemessen werden.

Anzeige

Die Gemeinde bestimmt deren Art, Zahl und Größe sowie den Anbringungsort. Als Messeinrichtungen werden Funkmesszähler installiert, die von den Grundstückseigentümern von der Gemeinde gekauft und dann genutzt werden.