Frank & frei

aus Frank und Frei

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Liebe Leserinnen und Leser,dies ist schon ein besonderer Tag, dieser Montag, der 30. November 2015. Es ist "Montag Eins" ohne unseren langjährigen Oberbürgermeister Wolfram...

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. Liebe Leserinnen und Leser,

dies ist schon ein besonderer Tag, dieser Montag, der 30. November 2015. Es ist "Montag Eins" ohne unseren langjährigen Oberbürgermeister Wolfram Dette. Wie oft wurde an dieser Stelle sein Name genannt, wurden seine Äußerungen und Beiträge kommentiert oder sogar mit ein wenig Ironie versehen.

Gleich die erste Ausgabe von "frank & frei" erschien im Juni 2009 am Montag nach einer erneuten Wiederwahl Dettes und ich war froh, gleich ein passendes Thema vorfinden zu können. Damals ging es um das chemische Element "Wolfram", das von allen reinen Metallen den höchsten Schmelzpunkt und nur den zweithöchsten Siedepunkt hat. Heute, nach weiteren sechs Jahren Amtszeit, wird es Zeit, sich einige weitere bemerkenswerte Eigenschaften dieses außergewöhnlichen chemischen Elements vorzunehmen.

Zunächst einmal ist "Wolfram" ein sehr widerstandsfähiges Metall, das selbst von aggressiven Substanzen kaum angegriffen wird. Diese Festigkeit des Elements hat aber auch mit seiner Dehnbarkeit zu tun.

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Wer sich die bunte Mischung an Koalitionen ansieht, mit denen unser langjähriger Oberbürgermeister und Stadtkämmerer bereits regieren musste, der weiß ungefähr, was damit gemeint sein könnte.

Wegen seiner hohen Dichte wird das Element "Wolfram" gerne zur Herstellung von Ausgleichsgewichten und zur Abschirmung von Strahlung verwendet. Solche Eigenschaften braucht man auch, wenn man im Laufe von fast 35 Jahren von Klaus Breidsprecher (CDU) über Peter Hauptvogel (FW) bis zu Norbert Kortlüke (Grüne) schon so ziemlich alles und jeden im hauptamtlichen Magistraten sitzen hatte. Zudem werden auch Elektroden für Schweißverfahren aus "Wolfram" hergestellt, was für den Zusammenhalt besonders unseres derzeit recht bunten Magistrats durchaus von Vorteil sein könnte.

Erfreulicherweise gelten das Element "Wolfram" und seine Verbindungen als physiologisch unbedenklich, oder wie mein Nachbar es neulich ausgedrückt hat: "Egal, mit wem er regiert, der macht nix kaputt!"

Aber Vorsicht: Im Bogensport stellt man besondere Pfeilspitzen aus "Wolfram" her. Ein solches chemisches Experiment muss wohl auch in Wetzlar stattgefunden haben, dabei kam dann Matthias Büger heraus.

Und Angler kennen das Element "Wolfram" als Beschwerung von speziellen Ködern, die dann schneller abtauchen. Wer sich die Liste der Namen ansieht, die schon alle irgendwann versucht haben, in unserer Stadt etwas zu werden, der weiß, was damit gemeint ist.

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Doch wo Licht ist, da ist auch Schatten: Da die Elemente "Wolfram" und "Gold" eine ähnliche Dichte aufweisen, gibt es immer wieder Berichte, dass das Element "Wolfram" zum Fälschen von Goldbarren verwendet wird. Hierbei wird ein Kern aus "Wolfram" hergestellt und lediglich mit einer Ummantelung von Gold versehen, so dass der tatsächliche Wert des hergestellten Objektes um ein vielfaches geringer ist als es der Anschein vorgibt. Liebe Leserinnen und Leser: Eine bessere Voraussetzung für das Amt eines Stadtkämmerers kann man wohl nicht mitbringen.

Übrigens hat das chemische Element "Wolfram" eine extrem lange Halbwertzeit, nämlich 1,8 Trillionen Jahre. Ich finde, da sind wir mit 18 Jahren Oberbürgermeister Wolfram Dette noch sehr gut bedient gewesen.

Alles Gute für den bevorstehenden Ruhestand

wünscht frank & frei

Ihr Frank Mignon