"Haus der Prävention" wird in Wetzlar eröffnet

Das "Haus der Prävention" am Ludwig-Erk-Platz in Wetzlar bündelt das Beratungsangebot im Bereich der Extremismusbekämpfung. Foto: Lahn-Dill-Kreis

Verschiedene Organisationen haben sich unter dem Dach des Gebäudes am Ludwig-Erk-Platz zusammengetan, um dem Extremismus vorzubeugen.

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WETZLAR/DILLENBURG/HERBORN. Dem Extremismus entgegenwirken - das will der Lahn-Dill-Kreis. Im "Haus der Prävention", das am Wochenende offiziell eröffnet wird, soll es zukünftig Beratungsangebote zur Extremismusbekämpfung geben.

Die lokalen Kooperationspartner, bestehend aus dem Lahn-Dill-Kreis, der Stadt Wetzlar, dem Polizeipräsidium Mittelhessen stellvertretend für das Land Hessen sowie der Bürgerinitiative Pro Polizei Wetzlar, laden alle interessierten Bürger ein, das "Haus der Prävention" zu besuchen. Der Tag der offenen Tür findet am Samstag, 7. August, ab 14 Uhr, am Ludwig-Erk-Platz 5, in Wetzlar statt. Interessierte haben die Möglichkeit, an einem Rundgang teilzunehmen und sich über das Beratungsangebot zu informieren. Informationsstände vor dem Haus runden das Programm ab.

Um circa 15 Uhr beginnt eine Diskussionsrunde am Demokratie-Bus des Lahn-Dill-Kreises. Teilnehmen werden Kreis-Sozialdezernent und Vorsitzender des Präventionsrates des Lahn-Dill-Kreises, Stephan Aurand (SPD), Hans Jürgen Irmer (MdB, CDU), Andreas Viertelhausen, Bürgermeister der Stadt Wetzlar sowie Dagmar Schmidt (MdB, SPD).

Schulungen zu Themen wie sicheres Wohnen

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Das "Haus der Prävention" bündelt ein breites Beratungsangebot der einzelnen Kooperationspartner. So bietet die Polizei unter anderem Beratungen im kriminalpolizeilichen Bereich, Schulungen zu Themen wie sicheres Wohnen, sichere digitale Identität und Cybergrooming (gezieltes Einwirken auf Personen im Internet mit dem Ziel der Anbahnung sexueller Kontakte) sowie Termine zur Fahrradcodierung.

Der Lahn-Dill-Kreis und die Stadt Wetzlar werden mit ihren sogenannten DEXT-Fachstellen vertreten sein. DEXT steht für Demokratieförderung und phänomenübergreifende Extremismusprävention. Die Beratung dort kann genutzt werden, wenn man beispielsweise selbst von extremistischer Gewalt, Rassismus und Ähnlichem betroffen ist oder Formen von Extremismus beobachtet hat. Die DEXT-Fachstelle führt außerdem eine Sozialraumanalyse durch, um Brennpunkte benennen und gegen diese arbeiten zu können. Dazu vernetzt sich die Fachstelle lokal mit relevanten Akteuren, wie den Städten und Gemeinden des Landkreises sowie den Präventionsbeauftragten der Polizeipräsidien und den Netzwerk-Lotsen an den Schulen.