Industrie hat im Lahn-Dill-Kreis 1501 Stellen abgebaut

Nach aktuellen Zahlen der Arbeitsagentur gab es im vorigen Jahr einen starken Stellenabbau in Industrie, in der Leiharbeit und auch im Gastgewerbe.

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WETZLAR/DILLENBURG. Die Arbeitslosigkeit ist im Lahn-Dill-Kreis im Januar um 0,4 Prozentpunkte auf 5,8 Prozent gestiegen. Im Januar des vergangenen Jahres lag sie bei 5,1 Prozent. In absoluten Zahlen: 8028 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 453 mehr als im Dezember und 977 mehr als vor einem Jahr. "Der deutliche Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Vormonat ist im Januar üblich", erklärte Angelika Berbuir, Geschäftsführerin der Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar.

Maßgeblich dafür seien primär witterungsbedingte Gründe und das Ende des Weihnachtsgeschäfts. Sie stellte auch fest: Die Lockdowns der letzten Wochen und Monate habe nicht zu einem signifikanten Anstieg der Arbeitslosigkeit geführt. Nach wie vor verhindere die Kurzarbeit Einbrüche am Arbeitsmarkt. Die Agenturchefin legte auch die Beschäftigungsdaten des zweiten Quartals 2020 vor. Demnach habe die Beschäftigung im Lahn-Dill-Kreis um 1,5 Prozent abgenommen (siehe Infokasten). Hessenweit sei die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer zum 30. Juni um 0,6 Prozent zurückgegangen.

Die Agentur berichtete auch Zahlen vom Ausbildungsmarkt. Von Oktober 2020 bis Januar 2021 lag im Lahn-Dill-Kreis sowohl die Zahl der Bewerber als auch die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen unter den jeweiligen Vorjahreswerten. Die Bewerberzahl ging um fast ein Viertel zurück. "Rund um Wetzlar und Dillenburg können aktuell 772 Lehrstellenbewerber aus 1257 gemeldeten Ausbildungsstellen wählen", erklärte Berbuir.

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Die Zahl der der Agentur neu gemeldeten freien Arbeitsstellen lag in diesem Monat abermals unter dem Vorjahresniveau. 177 Vermittlungsaufträge bedeuten ein Minus von 86 Stellen oder 32,7 Prozent gegenüber Januar 2020. 2020 wurden insgesamt 3779 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet, 1826 oder 32,6 Prozent weniger, als im Jahr zuvor.