Lüften hält den Schimmel fern

Feuchte Wände schaden dem Wohlbefinden und im schlimmsten Fall der Gesundheit der Hausbewohner. © tdx/MinoPlan

Das Gesundheitsamt des Lahn-Dill-Kreises gibt Tipps, ihm vorzubeugen oder ihn zu bekämpfen.

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WETZLAR/DILLENBURG. Energiekrise und Heizkosten sparen - viele Menschen haben in den vergangenen Wochen versucht, weitgehend auf das Heizen zu verzichten. Doch das kann gerade in Verbindung mit seltenem Lüften zu Schimmel in Innenräumen führen. Ein Schimmelpilz ist nicht nur schädlich für Wände und Möbel, sondern vor allem auch für die Gesundheit. Das Gesundheitsamt des Lahn-Dill-Kreises informiert deshalb über die Ursachen von Schimmel und gibt Tipps, um diesem vorzubeugen oder ihn zu bekämpfen.

Feuchtigkeit rasch ableiten und entfernen

Die Hauptursache von Schimmel ist Feuchtigkeit. Unsachgemäßes Lüften und Heizen begünstigt Tauwasserbildung an Wänden und anderen Oberflächen. Das Bad und die Küche sind besonders feuchte Räume. Beim Kochen entsteht viel Wasserdampf, das durch die Dunstabzugshaube abgeführt werden sollte. Sind im Badezimmer Fenster vorhanden, sollten diese nach dem Duschen kurzzeitig weit geöffnet werden. Fensterlose Badezimmer haben meist eine eingebaute Schachtlüftung, die regelmäßig überprüft werden sollte. Feuchte Oberflächen, wie Wände, Fenster oder Spiegel, können nach dem Duschen bei Bedarf auch trocken gewischt werden.

Allgemein gilt beim Lüften: Stoß- und Querlüften ist effektiv. Bei weniger beheizten Räumen, wie zum Beispiel dem Schlafzimmer, ist es wichtig, dass diese nicht durch beheizte Luft aus anderen Räumen aufgewärmt werden. Detaillierte Informationen zum richtigen Lüften bietet das Umweltbundesamt im Ratgeber "Schimmel im Haus" auf https://tinyurl.com/2vhetwwh.

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Zudem sollten bereits beim Bau von Gebäuden einige Dinge beachtet werden. Dazu gehört insbesondere, Wärmebrücken und undichte Stellen in der Gebäudehülle zu vermeiden, erdberührte Teile abzudichten und entsprechende Lüftungs- und Heizungssysteme einzubauen.

Beim Reinigen keinen Staub aufwirbeln

Aber was ist zu tun, wenn der Schimmel schon eingezogen ist? Generell gilt: Auch eine geringe Schimmelpilzbelastung kann bereits gesundheitliche Folgen haben und sollte deshalb bekämpft werden. Die befallenen Stellen sollten möglichst ohne Staubaufwirbelung gereinigt und desinfiziert werden. Gezieltes Lüften und Heizen hilft, das Schimmelpilzwachstum einzuschränken. Je nach Ausmaß des Befalls muss die betroffene Stelle saniert werden. Befallene Tapete sollte beispielsweise entfernt werden und bei betroffenen Wänden ist gegebenenfalls eine großflächige Sanierung notwendig.

Manchmal helfen nur noch Spezialfirmen

In solchen Fällen ist es ratsam, Spezialisten zu kontaktieren. Eine bloße Abtötung von Schimmelpilzen reicht nicht aus, da auch diese noch allergisch und reizend wirken können. Wird der Schimmel nicht korrekt entfernt, besteht außerdem ein großes Risiko, dass dieser erneut auftritt oder die Bausubstanz angreift. Wer eine Firma beauftragt, sollte davor einige Kriterien überprüfen. Eine detaillierte Checkliste gibt es auf https://tinyurl.com/n7b37a9d.