Neue Masche der Telefonbetrüger

Symbolfoto: Karolin Krämer/dpa

Mit einer neuen Masche versuchen Telefonbetrüger im Lahn-Dill-Kreis an Geld zu kommen: Schockanrufer verlangten 30.000 Euro, um Corona-Medikament einfliegen zu lassen

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WETZLAR/DILLENBURG. Derzeit erreicht eine Welle von betrügerischen Telefonanrufen den Lahn-Dill-Kreis. Dabei die Anrufer als Ärzte einer heimischen Klinik aus und wollen von den Angerufenen Geld für ein angebliches Corona-Medikament ergaunern. Seit Montag Nachmittag häufen sich Mitteilungen bei der Polizei, dass es Betrüger offensichtlich mit dieser Masche auf die Barschaften ihrer Opfer abgesehen haben.

Neben der bereits bekannten Masche des falschen Polizeibeamten behaupten die Betrüger, dass ein Angehöriger der angerufenen Senioren zusammengebrochen und in der Klinik in Behandlung sei. Das Blutbild habe sich aufgrund einer Covid-Erkrankung drastisch verschlechtert, erläutern die vermeintlichen Mediziner und machen gleichzeitig Hoffnung, dass ein extra aus der Schweiz eingeflogenes Medikament schnelle Heilung bringen könnte. Allerdings koste der Hubschrauberflug 30.000 Euro, ein Betrag, der sofort fällig werde. Das Geld sein nicht verloren, da man nachträglich einen Antrag auf Erstattung der Kosten stellen könne, versichern die falschen Ärzte.

Sofort auflegen, wenn Geld gefordert wird

In den der Polizei bekanntgewordenen Fälle reagierten die Angerufenen richtig und beendeten sofort das Gespräch.

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Die Polizei rät den Angerufenen: Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald der Gesprächspartner Geld fordert. Rufen sie den mutmaßlich von dem Unglück betroffenen Angehörigen unter der Ihnen bekannten Rufnummer an oder erkundigen Sie sich bei anderen Angehörigen, ob eine Erkrankung vorliegt. Geben Sie keine Details zu ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis und übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.

Die Ermittler bitten zudem Familienangehörige, dass sie ältere Angehörige oder Bekannte über die perfiden Maschen aufklären und sich als Ansprechpartner für solche Fälle zur Verfügung stellen sollen.

Von red