Wetzlarer Architekten schaffen "Good Design"

Tisch und Stehpult zugleich: Der mit dem Designpreis ausgezeichnete Entwurf besteht aus einer Holzplatte und Y-förmigen Beinen auf runden Metalltellern.  Foto: Gronych + Dollega Architekten

Die Wetzlarer Architekten Peter Gronych und Yvonne Dollega sind mit dem internationalen Designpreis "Good Design 2019" ausgezeichnet worden.

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. Wetzlar (red). Die Wetzlarer Architekten Peter Gronych und Yvonne Dollega sind mit dem internationalen Designpreis "Good Design 2019" ausgezeichnet worden.

Ein von ihnen entworfener skulpturaler Tisch zum kreativen Arbeiten mit Stehpult und Ablage gehört zu den innovativsten Produktdesigns, die weltweit hergestellt werden. "Good Design" ist ein internationales Markenzeichen für innovative Gestaltung und ein Synonym für das weltweit führende und beste zeitgenössische Design (siehe Kasten).

Die Jury setzte sich aus Designern, Architekten, Journalisten und Kritikern zusammen. Unter Einreichungen aus 47 Ländern wurden 900 Produkte ausgewählt und ausgezeichnet. Zu den Gewinnern gehören hochkarätige Architekten und Designer wie Zaha Hadid Architects, Rem Kohlhaas oder David Chipperfield Architects.

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Der rund vier Meter lange Bürotisch nach dem Entwurf von Gronych und Dollega besteht aus zwei Elementen: einer gefalteten Holzplatte sowie Y-Stützen aus rohem, unbehandelten Stahl. Die großen runden Fußplatten nehmen laut den Designern die Drehmomente des Tisches auf. Die Y-Stützen reduzieren die Spannweite der Tischplatte. Durch die plastische Ausformung bekomme der Tisch eine räumliche Präsenz und kommunikative Vielfalt. Jeder Blickwinkel erzeuge ein neues charakteristisches Erscheinungsbild und weckt Emotionen. Materialien seien nach ihrem Sinngehalt eingesetzt worden: Holz mit seiner Haptik als großzügige Tischplatte und Stahl als effektive minimierte Stütze für die Lastabtragung.

Teil einer Schau mit den besten Arbeiten aus Europa

Der Tisch wird in der Ausstellung "Good Design Show Europe" im Europäischen Zentrum in Athen zu sehen sein. Sie präsentiert Stücke aus dem "Good Design"-Programm 2019 bis 2020, welche auch in einem Jahrbuch enthalten sind.