„2018 rocken wir am Ring“

„Wir haben ehrgeizige Ziele: Im Herbst soll unser neues Album fertig werden“, sagt Sänger Rafael Cano Garcia. Seit ihrem ersten Album „Neon For No One“ sind fast drei Jahre vergangen. Im Moment wechseln sich Proben und Songwriting ab. Schlagzeuger Henk, Martin Henkelmann, kümmert sich parallel dazu um das Aussehen des Albums.


„Die Arbeit ist spannend, aber auch anstrengend. Wir sind alle mit Studium und Arbeit eingespannt“, erklärt das dritte Gründungsmitglied Hendrik Lösche. Er ist Gitarrist und wie Rafael und Henk von Anfang dabei.

Zwei neue Mitglieder bringen Professionalität rein


„Unser Wintertransfer von vor einem Jahr sind Bassist Carol Maria Machura und Gitarrist Martin Giemza“, sagt Rafael und lacht. „Die beiden sind Profis an ihren Instrumenten. Das wird man auf der neuen CD merken“, sagt Hendrik. 
Überhaupt hätten sie sich gegenseitig gepusht „und krass gute Melodien komponiert“, erklärt Henk. Die Arbeit an ihrer Musik erfolgt jetzt gemeinschaftlich. „Rafael bringt immer noch die Ideen mit und wir entwickeln sie weiter“, erzählt der Schlagzeuger. „Es greift alles ineinander wie bei Zahnrädern“, ergänzt Rafael.


Die drei Männer um die Mitte 20 haben sich weiterentwickelt, aus ihren Erfahrungen gelernt und gehen nun alles lockerer an. Berühmt werden um jeden Preis? „Da machen wir uns keinen Druck mehr“, sagt Henk. „Dafür ist es auch viel zu sehr Hobby für uns, und wir haben auch nicht den Mut, alles aufzugeben. Dafür ist das Geschäft zu schwierig“, ergänzt Hendrik.

 

Dieses Jahr 
wird gefeiert: 
Fünf Jahre „Campaign like Clockwork“


Im midde-Interview von August 2010 haben sie uns erzählt, dass sie von einem Auftritt bei „Rock am Ring“ träumen. „Das tun wir immer noch. 2018, zu unserem Zehnjährigen werden wir dann auf der Hauptbühne stehen“, sagt Henk. Die drei lachen. Dieses Jahr feiern die fünf Männer erstmal ihr Fünfjähriges.


Etwa 25 Konzerte spielt „Campaign like Clockwork“ pro Jahr. Dabei treten sie deutschlandweit auf, haben auch schon in Italien gespielt. „Natürlich ist das stressig, vor dem Auftritt anzureisen, alles aufzubauen, auf das Konzert zu warten und hinterher alles abzubauen. Deswegen suchen wir jetzt Roadies, die schon vor uns für kleines Geld alles aufbauen und hinterher wieder abbauen und heimfahren“, sagt Hendrik. „Vielleicht können wir ja eine kleine Suchanzeige hier aufgeben.“ Allerdings sei das Touren für die Fünf auch eine Möglichkeit, den Kopf frei zu bekommen. „Und hinterher haben wir immer noch genug Energie, den Tetris-Song zu singen. Rafael spielt dann die Airbag-Trommel, der Rest singt“, erklärt Henk das Band-Ritual. Ein Video davon gibt’s auf der Facebook-Seite der Band. Vor dem Auftritt haben sie aber keinen festen Ritus: „Wir haben das mal probiert und uns vorher gepusht durch Anschreien. Das hat aber nicht funktioniert. Danach war Rafael ganz verschüchtert, und wir mussten ihn erst mühsam wieder aufbauen.“ Henk lacht.

Auf deutsch zu singen ist schwierig - Das klingt schnell kitschig


Die Musiker singen nur englische Lieder. „Das ist leichter für uns. Auf deutsch wird es schwierig, nicht kitschig zu klingen. Und Englisch ist einfach eine poetischere Sprache“, sagt Rafael. Warum sie nicht auch einige spanische Texte dichten, obwohl das auch Rafaels Muttersprache ist? „Das ist genau das gleiche Problem wie mit deutsch, es klingt einfach zu kitschig in meinen Ohren. Und da muss man aufpassen, dass man nicht auch noch ein bestimmtes Klischee bedient“, erklärt er.


Musikalisch wollen sie sich nicht in eine Schublade stecken lassen: „Wir haben kein Problem mehr damit, auch mal zu sagen, dass wir Pop machen und nicht nur Rock“, so Hendrik. „Unsere Lieder sind tanzbar, und zu fünft spielen ist auch spaßig, manchmal aber auch nervig“, sagt Rafael.

Ihr wollt "Campaign like Clockwork" live hören und noch mehr Infos?

Am 14. März spielt die Band im Knubbel in Marburg, Schwanallee 27.

Und hier geht´s zur Facebook-Seite der Fünf.


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