„Hulk“ müsste 22 Billionen „Big Macs“ essen

Bildung  Physiker Sascha Vogel entzaubert bei der Kinder-Uni die Tricks der Actionfilme aus Hollywood

So funktioniert ein Lichtschwert – nicht: Der theoretische Physiker Dr. Sascha Vogel erklärte den Kindern, warum das so ist. (Foto: Krauskopf)

Wie dick muss ein Spinnenfaden sein, um "Spider-Man" tragen zu können? Nur ein Millimeter, denn er ist vier Mal so stark wie Stahl. (Foto: Krauskopf)

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Einen Teilchenbeschleuniger baue man nicht wie „Iron Man“ an einem Nachmittag, und echte Physiker arbeiteten auch nicht im Muskelshirt. Eine Atombombe werde nicht wie bei James Bond auf einem wackeligem Karren gerollt.

Vogel rechnete aus, wie schnell ein Affe fliegen muss, der in einer Kanone von Schiff zu Schiff geschossen wird wie in „Fluch der Karibik“. Zur Anschauung hatte er einen Plüschaffen und ein mit einem Gummiband präpariertes Abflussrohr mitgebracht. Weit kam der Affe nicht.

Kein Kranich hält den „Kung Fu Panda“ auf

Der dicke, kugelige „Kung Fu Panda“ könne nicht im freien Fall von einem zarten Kranich gerettet werden. Das sei physikalisch unmöglich. Die Actionfigur „Hulk“ müsste 22 Billionen „Big Macs“ essen, um so groß wie im Film zu werden. Das und vieles mehr lässt sich mit Hilfe von Formeln berechnen, berichtete der theoretische Physiker Vogel von der Uni Frankfurt. Das sei „cool“.

Mit Teilchen und Antiteilchen sowie ziemlich viel Lichtenergie ließe sich theoretisch ein Lichtschwert bauen aber nur, wenn „die Macht mitspielt“, scherzte Vogel und spielte auf den Film „Krieg der Sterne“ an.

Am Ende hatte er noch eine Wahrheit aus Hollywood-Filmen auf Lager: Spinnenfäden mit einem Millimeter Dicke könnten das Gewicht von „Spider-Man“ mit Leichtigkeit tragen sie seien nämlich viermal so stark wie Stahl. „Aber wir wissen nicht, warum das so ist“, gab er zu. Vielleicht werde jemand aus dem Publikum dieses Rätsel eines Tages lösen. Bei jeder der Kinder-Uni-Veranstaltungen waren diesmal zwischen 40 und 70 Jungen und Mädchen zu Besuch, berichtete Cornelia Glade-Wolter, Leiterin des städtischen Fachdienstes Soziales, Kinder, Jugend und Familie.

„Es hat alles gepasst, die Themen haben die Interessen der Kinder getroffen, und wir haben mit der Betreuung in den Grundschulen zusammengearbeitet“, sagte sie. Im nächsten Jahr werde es in den vier Wochen vor den Herbstferien wieder Vorlesungen für Kinder geben, kündigte sie an. (cka)


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