„Playerz“ rocken Gagernschule

Soziales  Ein Punkmusical für globale Gerechtigkeit bringt Schüler zum Nachdenken

Die „Playerz“ wollen mit Kleinigkeiten Großes bewirken: (von links) Skazz (Sonni Maier), Gabe (Andy Little) und Nia (Karolin Blumenstengel). Die Botschaft des Punkmusicals „Global Playerz“ kam bei den Schülern der Gagern-Schule gut an. (Foto: privat)

Das Theater Sonni Maier gastierte dort mit dem Punkmusical „Global Playerz“. Die Jahrgangsstufen 5, 6 und 7 kamen in den Genuss dieser besonderen Aufführung, da die Fairtrade-Botschafter der Schule beim hessischen Vernetzungstreffen der Fairtrade-Schools erfolgreich waren und diesen Auftritt gewonnen hatten.

Die Freundinnen Nia (Karolin Blumenstengel), Skazz (Sonni Maier) und Katey bilden zusammen die Girlie-Pop-Punkband „Playerz“. Als Katey zum ersten Mal Ghana, das Heimatland ihrer Eltern, besucht, werden die drei Mädchen unversehens in eine Sache globalen Ausmaßes hineingezogen: Armut und Unterernährung auf der einen Erdhälfte, Überfluss auf der anderen.

Wer Kleinigkeiten im eigenen Leben verändert, kann die Welt ein kleines Stück gerechter machen

Als die Band bei einem Song Contest mitmachen darf und Kateys Abwesenheit kompensiert werden muss, erscheint wie von Engelshand Gabe (Andy Little) und ersetzt Katey. Außerdem vermittelt er zwischen Nia und Skazz, die in einen heftigen Streit geraten. Nia, die aus einer reichen Familie stammt und die von ihrem Daddy alles, auch die Miete des Probenraumes, bezahlt bekommt, muss auf einmal sehr schmerzlich erkennen, dass es ihr Vater ist, der sich auf Kosten der Menschen in Ghana bereichert. Persönlich betroffen fällt es ihr zunächst schwer, sich von ihrem Vater zu lösen, was Skazz, die aus armen Verhältnissen stammt, nicht versteht. Gemeinsam schaffen die Mädchen es aber, ihren Streit beizulegen und zusammen mit Gabe beim Song Contest anzutreten, um gemeinsam die Welt zu verändern.

Die Darsteller luden die Schüler mit ihrer bunten, schrillen und berührenden Vorführung ein, über das komplexe Thema „Globalisierung und Verantwortung“ nachzudenken, ohne mit dem erhobenen Zeigefinger zu moralisieren. Besonders während des anschließenden Gesprächs ermutigten sie die Kinder, Kleinigkeiten in ihrem eigenen Leben zu verändern, um die Welt ein kleines Stück gerechter werden zu lassen.

„Durch den eindrucksvollen Vergleich mit einer Mücke, die auch Großes bewirken kann, war uns Schülern klar, was wir erreichen können“, so der einstimmige Tenor der Schülerschaft. Lehrerin Martina Zimmermann, die das Fairtrade-Team der Schule leitet, zeigte sich ebenfalls begeistert: „Die mitreißende Darstellung machte gerade den Fünftklässlern bewusst, welche Bedeutung das Thema auch in ihrem eigenen Leben und Konsumverhalten hat.“ (red)


Mit ePaper wird die Zeitung digital: Testen Sie jetzt das ePaper Ihrer Heimatzeitung zwei Wochen kostenlos!
Link zum Thema
Copyright © mittelhessen.de 2018
Kommentare (0)
Mehr aus midde