„Setting The Sails“ macht eigene Musik mit hohem Anspruch

Vor rund fünf Jahren haben sich Robin Schleifer (19, E-Bass), Yannick Gaubatz (18, Gesang, E-Gitarre) und Simun Sustic (18, Gesang, E-Gitarre) zusammengetan und zu dritt damit begonnen, Deutschrock zu spielen. „Irgendwann ist uns das aber ein bisschen zu anspruchslos geworden“, sagt Yannick. So fanden die Musiker schließlich zum Hardcore und Metalcore und orientierten sich am Stil von „Parkway Drive“ aus Australien oder von „Avenged Sevenfold“ und „A Day to Remember“ aus den Vereinigten Staaten. 
2010 komplettierten Schlagzeuger Christian Zipp (17) und Sänger Falk Petri (19) die Gruppe. „Danach ging es auch gut los mit Konzerten“, sagt Yannick. Zwölf Gigs hätten sie seitdem gespielt.


Derzeit aber musizieren sie nur zu viert. Falk Petri hat die Band im Sommer verlassen, da er sich musikalisch in eine andere Richtung entwickelt hat.
Sobald sie ihre Instrumente beherrschten, haben die Jungs selbst Songs geschrieben – covern kam für sie nicht infrage. Eigentlich ist Simun für das Songwriting zuständig. Ihre besten Stücke aber entstehen in der gemeinsamen Arbeit, sind sich die vier einig.


Viel Wert legen sie auch auf harmonischen Gesang. „Neben den für das Metal-Genre typischen Scream-Einlagen singen wir immer zweistimmig“, sagt Yannick. Über diesen sogenannten cleanen Gesang versuchen sie, ihre Gefühle zu transportieren, fügt Simun an.


„Manche Sachen musst du aber einfach aus dir rausschreien und wenn das Publikum dann noch mitbrüllt, ist das wirklich toll“, sagt Yannick und lächelt.


Die vier Musiker wollen sich vom Metalcore-Einheitsbrei absetzen


In der Metalcore-Szene gebe es sehr viel Einheitsbrei, von dem sich die vier Musiker absetzen wollen. Sie selbst sehen sich auch nicht als bloße Knüppelband, die nur draufhaut und nicht viel an Können vorzuweisen hat. „Wir stecken sehr viel Arbeit in unsere Stücke und haben einen gewissen Anspruch an uns und unsere Musik“, gibt Simun zu bedenken.


So finden sich zum Beispiel auch Akustik- oder Rap-Einlagen in ihren Songs. Die Texte von „Setting The Sails“ schlagen zudem recht ernste Töne an. Häufig geht es um Liebe und Alltagssituationen, in ihrem Song „Slavery“ üben sie außerdem Kritik an der Gesellschaft. „Auch wenn die Inhalte sehr ernst sind, live geht es uns absolut um den Spaß“, sagt Simun.

Die große Kohle wollen sie mit ihrer Musik nicht machen


Ihr Ziel sei auch nicht unbedingt, die große Kohle zu machen. Vielmehr gehe es darum, viele Leute zu erreichen und mit ihnen Spaß zu haben, ergänzt Christian.


Bei ihren Konzerten gehe es mitunter sehr hart zur Sache. Dass dennoch ein so großer Zusammenhalt im Publikum bestehe, begeistert die vier. „Es ist ja nun nicht so, dass beim Moshen alle rücksichtslos um sich schlagen, darüber sind wir froh“, sagt Simun. „Wenn einer mal fällt, kommen gleich zehn Leute und helfen ihm wieder auf.“

Im März 2013 gibt´s das nächste große Konzert in Dillenburg


Ihren bisher größten Auftritt haben „Setting The Sails“ vor rund 400 Leuten in Burg erlebt. Ansonsten organisieren sie viele Konzerte mit befreundeten Musikern und arbeiten viel mit der Stadtjugendpflege in Dillenburg zusammen, erklärt Christian. „Mit einigen Mitarbeitern von dort sind wir befreundet und erfahren viel Support.“ Im März diesen Jahres haben sie gemeinsam das „Spring Break-Down-Festival“ in Dillenburg organisiert. Gespielt haben sie dort mit befreundeten Bands. Eine Auflage für das kommende Jahr sei bereits in Planung, sagt Christian.

Weitere Informationen zu „Setting The Sails“ gibt es auf Facebook und auf Youtube.


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