2600 Besucher in fünf Tagen auf der "Do It"

MESSE "Do It" endet mit Familientag und "Treffpunkt Ausbildung"

Jacqueline und Franziska Roßtäuscher zeigten Maximilian Feiler, wie ein Fensterscharnier funktioniert.

Können einen Ausbildungsvertrag mit Ausbildungsleiter Thomas Blömeke (li.) unterzeichnen: Jan Unger aus Kirberg (Mitte) und Abdullah Tohum aus Limburg. (Foto: Agentur für Arbeit/Fischer)

Besucher drängen sich an den Ständen der regionalen Unternehmen auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Die Ausbildungsmesse "Do It" endete am Sonntag nach fünf Tagen. (Fotos: Schindler)

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Schüler erleben Berufe zum Anfassen

Jan Unger aus Kirberg und Abdullah Tohum aus Limburg, die unter der Woche ein Praktikum auf der Ausbildungsmesse absolvierten, konnten am Sonntag am Stand der "Baumaschinentechnik international Limburg" ihre Ausbildungsverträge unterschreiben.

Über die Woche verteilt besuchten 2600 Jugendliche die Ausbildungsmesse, sagte Ralf Fischer, Pressesprecher der Agentur für Arbeit Limburg.

In Mini-Praktika konnten die Jugendlichen 83 Berufe kennen lernen und vor Ort ausprobieren. In Gesprächen mit Auszubildenden informierten sie sich über die Voraussetzungen für die Ausbildung, deren Dauer und das Gehalt.

An den Vormittagen besuchten 1400 Schüler der Vorabgangsklassen die Messe als Pflichtveranstaltung. An den Nachmittagen kamen viele Jugendlichen mit ihren Eltern, um sich über die Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren.

Die Messe ist ein Vorbild für andere Regionen in Mittelhessen, sagt Lars Witteck

Viele Unternehmen führten am Familientag am Sonntag das Prinzip der Messe fort und ließen ihre Auszubildenden über die jeweiligen Berufe berichten.

Annalisa Minozza sprach mit einer Schülerin, die in diesem Jahr ihr Fachabitur macht. Minozza zeigte in dem Flyer ihres Arbeitgebers Weilburger Coatings die verschiedenen Berufsmöglichkeiten. "Das Gute an der Ausbildung bei uns ist, dass man richtig mitarbeiten kann und nicht nur die Ablage macht."

Maximilian Feiler aus Haintchen hat sich im Vorfeld bereits auf die Messe vorbereitet und eine Kurzbewerbung verfasst. "Ich will einen Beruf mit Metall machen", sagte der 15-Jährige und gab seine Bewerbung zielgerichtet auf der Messe ab.

Sebastian Nelle aus Niederselters interessierte sich vor allem für die handwerklichen Berufe. "Ich war schon mit der Schule auf der Messe und habe Mini-Praktika bei den Verputzern und den Anlagenmechanikern gemacht", sagte der 14-Jährige. Mit seinen Eltern ist er zum Familientag gekommen, um sich über die Betriebe in der Region zu informieren.

Bei der Abschlussveranstaltung "Treffpunkt Ausbildung" war die Stimmung merklich förmlicher und auch wettbewerbsorientierter, als an den Tagen zuvor. "Es ist schon ganz anders, mit dem Unternehmen vor Ort zu sein", sagte Vasilij Rajfgerst, der Ausbildungsleiter bei Feig Elektronik ist. Unter der Woche konnten die Schüler an seinem Stand lernen, wie gelötet wird. Auch am Familientag setzte Rajfgerst auf eine praxisorientierte Darstellung der Berufe Elektroniker und Industriemechaniker und zeigte Interessierten wie ein Schaltsystem funktioniert.

Für Musik sorgten die Kinder der Kita der Wirtschaft und der Musikverein Obertiefenbach. Ihr tänzerisches Können zeigten die Gruppen "Atlantis" aus Heckholzhausen und die "Rot Weißen Funken" aus Frickhofen.

Regierungspräsident Lars Witteck lobte die gute Zusammenarbeit bei der Ausbildungsmesse. "Das zeigt, wie eng vernetzt der Wirtschaftsraum Limburg-Weilburg ist. Die Arbeit ist auch ein Vorbild für andere Regionen in Mittelhessen."

Witteck und auch Kreishandwerksmeister Wolfram Uhe betonten, wie wichtig die duale Ausbildung ist. "Die duale Ausbildung hat unser Land groß gemacht. Jetzt ist sie durch den demografischen Wandel und die zunehmende Akademisierung in Gefahr", sagte Witteck.

Uhe hob hervor, wie wichtig es für junge Leute ist, sich über die verschiedenen Berufsangebote zu informieren. "Nur, wer die Angebote kennt, kann eine gute Entscheidung treffen." Eine Messe könne daher dazu beitragen, die Ausbildungsabbrüche zu verringern, sagte der Kreishandwerksmeister.

Uhe hoffte, dass die jungen Leute die Chance nutzen. "Es bleibt abzuwarten, ob nun Ausbildungsplätze und Praktika vermehrt nachgefragt werden."


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