500 Besucher lauschen "Oh, Alaska"

Konzert Band hat ein Heimspiel bei der "Guden Musik" im Frauenthal

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"Oh, Alaska" spielen beim Kantinen-Konzert

Es hat schon einen Grund, warum „Oh, Alaska“ die Gruppe ist, die bei dem Festival bislang am häufigsten auf der Bühne stand: Von fünf Auflagen waren Yana Gercke, Dominik Reh und Sascha Christ viermal dabei. Das Trio schafft es einfach, seiner Musik einen Hauch von Leichtigkeit zu verleihen, die so perfekt zu dem Rahmen des Festivals passt.

Nach einem langen Arbeitstag bereiten sie das musikalische Bett, auf dem die Besucher entspannt den lauen Sommerabend unter freiem Himmel genießen und den Ballast des Alltags abwerfen können. Das passt zum Selbstverständnis der Band, von der man zu keiner Minute den Eindruck hat, dass sie eine gekünstelte Show präsentiert.

Ungezwungen kommen die drei zwischen ihren Stücken ins Plaudern – und selbst wenn es sich dabei um Belanglosigkeiten handelt, macht das den Charme „Oh, Alaskas“ aus, für die der Spaß an der Musik an oberstes Stelle steht. Darin spiegeln sich ihre Wurzeln als Straßenmusiker wider. Dabei gelingt es „Oh, Alaska“ jene unangestrengte Leichtigkeit auch problemlos auf das Publikum zu übertragen.

Lieder haben sich in den Ohren festgesetzt, ohne wie ein schlichtes Cover zu klingen

Gerckes Stimme tut dabei gewiss ein Übriges. Immer wieder blitzen jene Momente auf, in denen sie das dreckige Timbre darin zur Geltung bringen kann – zum Beispiel bei Bruno Mars' „Locked out of heaven“, bei dessen Refrain-Passagen sie geradezu kratzig klingt. Oder auch Emiliana Torrinis „Jungle Drum“, bei dem die lautmalerischen Stellen der Dschungeltrommeln Gercke so scheinbar leichtfüßig über die Zunge kommen.

Hinzu kommt, dass es Gercke, Christ und Reh gelingt, Musik aufzugreifen, die sich durch die ständige Präsenz im Radio in den Ohren des Publikums festgesetzt hat – dieser aber dann aber eine eigene Note zu verpassen, sodass die Lieder eben nicht nur wie ein schlichtes Cover klingen. Dieses Gesamtpaket ist es, das „Oh, Alaska“ so gut hörbar macht und die Fans in Scharen anlockt.

Nach den Dauerbrennern aus dem Hinterland geht es in der nächsten Woche bei „Gude Musik“ mit einem neuen Act weiter. Am 15. August steht die Gruppe „Liquid Move“ auf der Bühne im Frauental.

Unser Video zeigt "Oh, Alaska" beim Auftritt in unserer Reihe "Konzert in der Kneipe" (damals noch "Konzert in der Kantine").


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