Alphonso: "Ich bleibe, wie ich bin"

INTERVIEW DSDS-Gewinner spricht über seine Debütsingle, Familie, Zukunftspläne - und Kumpel Noah

Lebt seinen Traum: DSDS-Gewinner Alphonso Williams. (Foto: Christian Mai)

Redakteurin Tanja Freudenmann (l.) und DSDS-Dritte Vanessa Jean Dedmon beim Interview mit Alphonso Williams. (Foto: Heiland)

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Hallo Herr Williams. Oder dürfen wir dich Alphonso nennen?

Alphonso Williams: Klar, ich bin der Alphonso.

Alphonso, du bist bei DSDS ja sofort durch dein positives Auftreten und Lachen aufgefallen. Hast du denn auch als Superstar noch etwas zu Lachen?

Alphonso: Natürlich, es ist zwar etwas stressig, aber ich lache immer. Ich schaue immer, dass ich meine Freude aufrecht erhalte.

Hast du inzwischen realisiert, dass du Superstar bist? Und wie hat sich dein Alltag verändert?

Alphonso: Ich habe es echt noch nicht ganz realisiert. Das Leben hat sich verändert, weil ich nicht immer zu Hause bin. Ich habe viele Termine, es ist alles etwas enger getaktet. Sonst ist alles gut.

Und was sagt deine Familie?

Alphonso: Sie unterstützen mich und solange ich mich regelmäßig melde und anrufe, ist alles okay. Ich habe viel Kontakt mit den Kindern, schicke Videos und halte sie auf dem Laufenden, was ich so mache. Meine Familie sagt: Genieße das, du hast das verdient. Dann tue ich das auch.

Hallo Alphonso, ich grüße dich jetzt auch nochmal persönlich, ich bin‘s, die Vanessa. Ich hätte da auch eine Frage an dich: Deine Debütsingle „What Becomes Of The Broken Hearted“ ist ja nur auf Platz 21 gelandet ..

Alphonso: Nur? Das ist für mich ein gigantischer Sieg. Man muss immer positiv denken, egal was kommt. Es könnte immer schlechter kommen im Leben. Ich werde noch mehr Präsenz zeigen und meine CD bekannter machen. Aber ich persönlich bin nicht traurig darüber. Wenn man sagen will, dass sie gefloppt ist: Dann auf einem hohen Niveau (lacht).

Aber woran liegt es, dass die Single bislang nicht so läuft wie die anderen in den Staffeln zuvor?

Alphonso: Bis jetzt haben alle Gewinner deutsch oder Schlager gesungen. Es wurden eigene Titel für sie geschrieben. Und ich wollte gern bei meinem Mainstream-Soul bleiben. Es gab auch nicht die Zeit, einen passenden Soul-Song für mich zu schreiben. Da hab ich gesagt: Ist doch quatsch, ich nehm lieber einen Cover-Song, der mir gefällt, und lege ihn neu auf. Da kann ich meine Liebe und Leidenschaft auch richtig einsetzen.

Haben die Zuschauer vielleicht auch ihr Interesse an den Castingshows verloren?

Alphonso: Ach, man muss die Leute auch verstehen. Es ist schwerer geworden, das Leben zu bestreiten, man kommt abends nach Hause, will noch ein bisschen unterhalten werden. Es ist nicht ganz leicht, die Leute zu begeistern. Aber nichts desto trotz: Meine Fans sagen, wir finden den Song cool, wir unterstützen dich, leb‘ deinen Traum. Das ist doch die richtige Art ranzugehen und nicht einfach nur zu sagen oder zu schreiben: Der Song ist gefloppt, gefloppt, gefloppt.

Du hättest es ja fast nicht in die Live-Shows geschafft, obwohl alle vier Jury-Mitglieder „Ja“ gesagt haben. Was war denn da los?

Alphonso: Das war Schicksal wahrscheinlich, es sollte einfach genau so sein wie es gelaufen ist. Und das macht mich glücklich.

Also ich, Vanessa, bin ja ein Mega-Fan, ich habe die Staffel ja nur wegen dir geguckt, wenn ich ehrlich bin. Und ich wusste: Alphonso wird‘s. Hättest du denn damit gerechnet, dass du von ganz hinten alle überholst und das Ding reißt?

Alphonso: Nein, das hätte ich nie gedacht. Ich habe immer von Show zu Show gedacht. Und ich habe immer darauf geachtet, dass ich so bleibe wie ich bin. Und dass ich die Shows genieße, ich habe so viel tolle Dinge erlebt, die mein Leben geprägt haben. Ich habe ja immer gesagt: Ich bin nicht der Jüngste, aber ich sehe gut aus und ich kann mich bewegen und singen, aber ich wusste nicht, ob Deutschland bereit war für so einen Charakter wie mich. Und dass das Publikum mich gewählt hat, hat mich unfassbar glücklich gemacht.

Aber Vanessa, jetzt mal unter uns, wenn du mich magst, dann lass uns doch mal treffen.

Klar, auf jeden Fall. Du kommst doch am 22. Juni zu uns nach Wetzlar. Mir ist das auch egal, auf welchem Platz du in den Charts stehst, ich find dich absolut geil. Mein Vater fährt auch total auf dich ab.

Alphonso: Dann grüße ihn mal schön von mir. Und wir sehen uns in Wetzlar. Dann können wir mal quatschen und uns in die Augen schauen.

Du bist ein bisschen größer als ich, dann unterhalte ich mich eher mit deiner Brust (beide lachen). Sag mal, Du warst ja auch mit dem Noah Schärer ganz dicke ...

Alphonso: Ja, wir telefonieren immer noch jeden zweiten Tag. Er ist ein Teil von mir und das wird auch so bleiben.

Das hat man auch gemerkt. Ihr wart echt ein Kopp und ein Arsch, das war super.

Alphonso: Was hast du gesagt? (lacht) Ein Kopf und ein was? Und was war ich: der Kopf oder der A...? (lacht wieder)

Das sagt man hier so. Ist überhaupt nichts Negatives, im Gegenteil (beide lachen). Du könntest dir also vorstellen, dass ihr was zusammen auf deinem Album macht?

Alphonso: Nicht nur das. Ich könnte mir auch vorstellen mit Noah eine Tour durch Deutschland zu machen. Es steckt so viel Gutes in ihm, er erinnert mich an meine eigenen Kinder. Er ist phantastisch.

Wenn wir in einem Jahr wieder telefonieren würden: Wo willst du dann sein, was willst du dann erreicht haben?

Alphonso: Ich möchte gerne meine eigenen SoulKonzerte geben und mich einfach wohlfühlen.

Ab Juni sind die Top 11 der diesjährigen DSDS-Staffel mit einer sieben-köpfigen Band auf Deutschland-Tour und am 22. Juni auch in Wetzlar in der Rittal-Arena zu Gast. Alexander Jahnke, Alphonso Williams, Armando Sarowny, Chanelle Wyrsch, Duygu Goenel, Ivanildo Kembel, Maria Voskania, Monique Simon, Noah Schärer, Ruben Mateo und Sandro Brehorst singen zusammen mit Prince Damien, DSDS-Gewinner 2016. Tickets zum Preis von 31,90 bis 51,90 Euro gibt es bei allen bekannten Vorverkaufsstellen.


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