Bands stehen auf der Straße

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Gitarren, Mikrofone, Percussion-Instrumente, ein Bass und einen umgebauten Bollerwagen: Mehr brauchten die Musiker aus Wetzlar nicht, um viele Passanten auf dem Seltersweg in Gießen mit ihrer Musik zu beeindrucken. „Wir dachten, Straßenmusik ist eine coole Promo-Aktion um schnell viele Leute in allen Altersgruppen auf uns aufmerksam zu machen. Wenn einige von denen, die stehengeblieben sind, zu unserem Auftritt kommen, würden wir uns sehr freuen“, sagt Till Kraus, Gitarrist bei „Drops of Gold“.

Die Band hat sich im Januar 2013 gegründet. Till und Ronnie Scott, der ebenfalls Gitarre spielt und dazu singt, haben bei ihrem Abschlussball Musik gemacht und sich danach entschlossen, akustischen Pop-Rock zu spielen. Zur Band gehören auch Merlin Bähr, der Cajon spielt, und Michelle Nettles, die Ronnie gesanglich unterstützt. Sie wird die Band allerdings bald verlassen.


„Lu’s Affair“, die mit im Franzis auftreten wird, macht schon seit zwei Jahren zusammen Musik. Sebastian Fath spielt Gitarre und Bass, Lukas Rauber das Keyboard, Michel Dreier Schlagzeug, Hanna Mehl singt und Alex Keller ist Gitarrist. Kaum hatten die Musiker ihr Equipment aufgebaut und angefangen zu spielen, blieben die ersten Passanten stehen und lauschten. Nach jedem Song wurden die Nachwuchsmusiker mit Applaus belohnt. Einige gaben sogar Geld. „Aber darum geht’s uns nicht. Wir wollen eigentlich nur Werbung für unseren Auftritt machen“, sagt Michel.


Eine Band spielt, die andere macht Werbung für 
das Konzert 
am Freitag


Während die eine Band spielte, verteilte die andere ordentlich Flyer. Danach wurde getauscht. „Drops of Gold“ spielten eigene und gecoverte Lieder auf Englisch und Spanisch. Bis zu 20 Personen standen um die Musiker herum, machten Fotos und filmten sogar. Für den richtigen Sound sorgte der selbstgebaute „Ballerwagen“ – ein Bollerwagen mit Verstärker und Mischpult. Den Strom lieferte eine Autobatterie.


Beide Bands wollen noch in diesem Jahr ihre jeweils erste CD herausbringen. „Lu’s Affair“ will das in kompletter Eigenleistung schaffen: „ Uns ist wichtig, dass uns keiner etwas vorschreiben kann. Deswegen wollen wir mit keinem Produzenten zusammenarbeiten.“


Ihr habt Lust bekommen, die beiden Bands auf der Bühne zu sehen? Dann kommt am Freitag, 26. April, ab 20 Uhr ins Franzis nach Wetzlar. Der Eintritt kostet vier Euro.

Auf unserem midde-YouTube-Kanal findet ihr ein Video zum diesem Artikel.


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