Comedy mit Musik - "Moppethead" aus Weilmünster machen Spaßpunk

Sie haben ein Lied über langsame Autofahrer geschrieben, die einen auf dem Weg zur Arbeit aufhalten. „Das muss einfach mal thematisiert werden“, sagt Gitarrist und Sänger Aljoscha Sommer (23).


Inhalte der Lieder sind aus dem Leben gegriffen und jedes hat eine Geschichte


Die Inhalte seien aus dem Leben gegriffen. Hinter jedem Text stecke eine Geschichte, die die Drei bei den Live-Auftritten auf der Bühne erzählen. „Wenn wir eine CD herausbringen würden, bräuchten wir ein Beilagenheft, das jeden Song erklärt“, sagt Aljoscha. Einen Song haben sie über den Internetmillionär Kim Dotcom geschrieben: wegen seines zu großen Bauches wurde er verhaftet. „Diese Randthemen bekommt in der Regel keiner mit, wir machen aber Songs daraus“, erklärt Aljoscha.


Beim Songschreiben könne sich jeder einbringen. Manchmal entstehe erst ein grobes Textthema, manchmal aber auch ein Gitarrenriff. „Charakteristisch für uns ist ein unreines und männliches Reimschema. So reimen wir ,erfinden’ auf ,Rädern’“, erklärt Aljoscha.

"Wie sollen wir uns denn sonst benennen?"


„Moppethead“ besteht seit 2004 – in wechselnder Besetzung. Der Name sei eine Wortneuschöpfung. „Es gab viele Vorschläge, vielleicht auch welche, die besser waren, aber ,Moppethead’ hat sich durchgesetzt“, erinnert er sich. „Wie sollen wir sonst heißen? Jeder kennt uns so“, sagt Bassist Andreas Hagel (23) aus Möttau.


„Moppethead“ sind vor allem eine Live-Band, die gerne mit dem Publikum interagiert. „Wir leben von zehn treuen Fans, die es bei jedem Auftritt schaffen, den Saal mitzureißen“, sagt Aljoscha. Eine richtige CD haben die Drei bisher nicht. Es gebe lediglich ein „Best of“ mit allen 15 Liedern aus zehn Jahren Bandgeschichte.


Erfolg ist den Musikern zweitrangig. „Wir sind keine Traumtänzer, die groß rauskommen wollen. Unser Erfolg ist der Spaß bei den Auftritten“, erklärt der Sänger.


Drei Auftritte pro Jahr zählt die Band – meist in der heimischen Region. Ihren besten Auftritt hatten sie im vergangenen Dezember im Weilmünsterer „Mel’s Pub“. „Alle waren da, die wir erwartet haben“, sagt Schlagzeugerin Lisa Will (22) aus Villmar. 60 Leute seien in die Kneipe gekommen, die eigentlich nur Platz für 30 Besucher bietet.


Für die Zukunft wünschen sie sich den Spaß an ihrem Hobby zu behalten, noch ein paar mehr Songs zu schreiben und ihr Publikum weiterhin gut zu unterhalten.


Neugierig geworden? Am 27. April könnt ihr „Moppethead“ auf der „Schoppeklopper Party“ im Weilburger Kanapee erleben.


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