Das ist der "Oh, Alaska"-Effekt

MUSIK Band um Yana Gercke veröffentlicht zweite EP

Im Jahr 2012 ist die erste EP von "Oh, Alaska" erschienen, seit Donnerstag ist die Zweite erhältlich. (Foto: privat)

Freuen sich auf die kommenden Konzerte "Oh, Alaska" (von links): Gitarrist Dominik Reh, Sängerin Yana Gercke und Schlagzeuger Sascha Christ. (Foto: Buljevic)

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"Es hat ein bisschen länger gedauert mit der Veröffentlichung", gibt "Oh, Alaska"-Schlagzeuger und Cajón-Spieler Sascha Christ zu. Grund dafür: Die aus Biedenkopf stammende Frontfrau und Ausnahmestimme Yana Gercke lebt mittlerweile in München und widmet sich dort ihrem Medizinstudium. "Deshalb sehen wir uns alle etwas seltener als früher noch", verrät Sascha Christ. Dennoch kommen Christ, Gercke und Gitarrist Dominik Reh immer noch oft zusammen, um gemeinsam zu jammen und zu musizieren - so oft es eben geht.

Im Dezember war es wieder soweit. "Wir haben die sechs Songs der neuen EP an einem Wochenende in einem Studio in Mannheim aufgenommen", erinnert sich der Schlagzeuger. Die erste echte Studioerfahrung für "Oh, Alaska", ist der Erstling noch bei Dominik Reh zuhause eingespielt worden. "Im Studio das war schon eine tolle Erfahrung", beschreibt Sascha Christ. "Von morgens bis abends Musik machen - das hat schon was."

"Im Studio sind wir akribisch"

Entstanden sind sechs Songs - wie auf EP Nummer 1 allesamt Coverversionen bekannter Pop-, Rock- und Dancesongs. "Das soll auch erst mal so bleiben", sagt Sascha Christ. Wenn "Oh, Alaska" ins Studio gehen, dann stehen die Songs schon zu 100 Prozent. "Im Studio arbeiten wir sehr akribisch", sagt er. "Improvisiert wird da eher weniger." Und wann kleiden "Oh, Alaska" einen Song in ihr bandeigenes Gewand aus Akustikgitarre, Cajón und Yana Gerckes kraftvolle Ausnahmestimme? "Einfach, wenn uns ein Song gefällt und wir denken, er passt zu uns", sagt der in Marburg wohnende Percussionist. So landen dann schon mal Stücke von "Imagine Dragons" ("Radioactive"), Clean Bandit ("Rather Be") oder Michael Jacksons "Dirty Diana" auf der EP.

"Manchmal hat man aber auch einen Song, den wir gerne spielen würden, merken dann aber, dass es mit unserer Instrumentierung einfach nicht geht oder nicht gut klingt", gibt Christ zu. Doch genau aus dieser ausgefallenen Instrumentierung entsteht der "Oh, Alaska"-Effekt: "Ein Techno-Song arrangiert für Gitarre und Cajón ist schon irgendwie besonders", sagt der Schlagzeuger und lacht.

Überhaupt freuen sich "Oh, Alaska", dass ihre Musik so gut ankommt. "Das haben wir schon gemerkt, als wir in der Fußgängerzone gespielt haben", sagt Christ. "Da haben sich oft kleine Trauben an Zuhörern gebildet." Einmal musste sogar die Security eines Frankfurters Kaufhauses einschreiten, weil die "Oh, Alaska"-Fans den Eingang versperrt hatten, erinnert er sich schmunzelnd. Sascha Christ zieht das Livespielen zudem den Aufnahmesessions im Studio vor: "Da bekommst du direkt Feedback von den Leuten - das ist spitze."

- Wer "Oh, Alaska" live erleben möchte, hat am Samstag, 30. Mai, beim Sommerfest der Uni Marburg die Gelegenheit. "Oh, Alaska" werden ab 22 Uhr auf der Bühne stehen. Die EP kann man über die Facebook-Seite der Band oder ihre Homepage bestellen. 


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