Das sind die Serienhighlights 2014

Den Anfang macht dabei die Comedy-Serie „About a Boy“, die auf dem gleichnamigem Roman von Nick Hornby und dem gleichnamigen Film mit Hugh Grant basiert. Die von NBC produzierte Serie umfasst erst einmal 13 Episoden und soll im Sommer 2014 in den USA anlaufen. Dabei handelt das Spin-Off zum Film vom sorgenfreien Leben Will Freemans, das sich rapide ändert, als die alleinerziehende Mutter Fiona und ihr elfjähriger Sohn gegenüber von Freemans' Haus einziehen.

Ebenfalls im Sommer 2014 soll mit „Scream“ das gleichnamige Horror-Franchise einen Ableger bekommen, der von MTV produziert wird. Zudem wird gemunkelt, dass Wes Craven, Regisseur der „Scream“-Reihe, auch beim Serienpilot auf dem Regiestuhl sitzen wird.

2014 wird auch für Trash-Fans ein gutes Jahr werden, denn erst kürzlich kündigte Sony an, aus Robert Rodriguez („Machete“, „From Dusk Till Dawn“) Regiedebüt „El Mariachi“ eine Serie zu kreieren, die den Spuren des schießwütigen Mariachi durch ganz Mexiko folgen soll. Angekündigt wurden zunächst unglaubliche 70 Folgen, verteilt auf mindestens fünf Staffeln. Die Produktion soll dabei aus Authentizitätsgründen komplett nach Mexiko verlegt werden. Man munkelt zudem schon, dass die Serie in die Fußstapfen der hochgelobten „Breaking Bad“-Ära treten könnte.

Doch „Breaking Bad“-Fans haben so oder so noch einen anderen Grund zur Freude, denn kurz vor dem Ende der finalen fünften Staffel kündigte Showrunner Vince Gilligan an, dass Walter Whites Anwalt Saul, gespielt von Bob Odenkirk, seine eigene Spin-Off Serie erhalten soll: „Better Call Saul“. Ursprünglich war diese mit einem Comedy-Konzept vorgesehen und sollte halbstündige Episoden erhalten, doch man entschied sich noch um und möchte weiterhin auf den ernsten Spuren von „Breaking Bad“ wandeln. Zudem sind Cameo-Auftritte von Bryan Cranston und Aaron Paul angekündigt, den beiden Hauptdarstellern aus „Breaking Bad“. Ein erster Sendetermin wird für die zweite Hälfte des Jahres 2014 erwartet.

Für Robert Rodriguez scheint 2014 ein besonders erfolgreiches Jahr zu werden, denn während momentan an der Umsetzung der „El Mariachi“-Serie gearbeitet wird, begannen im vergangenen November auch die Dreharbeiten zu „From Dusk Till Dawn: The Series“, die sich an seinen trashigen Vampir-Gangsterfilm aus dem Jahr 1996 anlehnt. Scheinbar führt der selbsternannte Meister des Trashs und Freund von Kultregisseur Quentin Tarantino hier auch selbst Regie, wobei erste Gerüchte verlauten ließen, dass sich die Serie noch stärker auf die Vampir-Mythologie stürzen wird. Man darf also gespannt sein, ob sich das Konzept bewährt.

Es war ein denkwürdiger Moment des Jahres 2012, als mit „The Dark Knight Rises“ die Batman-Karriere von Christian Bale endgültig endete. Mit der „Dark Knight“-Trilogie begeisterte Meister-Regisseur Christopher Nolan („Inception“) Millionen Fans und genießt spätestens seit dem zweiten Teil des Franchises – „The Dark Knight“ – Kultstatus. Wie Fox nun verlauten ließ, plant man eine Spin-Off-Serie, die sich um die jüngere Karriere von Commissioner James Gordon drehen soll. Dabei soll Gerüchten zufolge unter anderem der Mord an Bruce Waynes Eltern eine Rolle spielen, weshalb man mutmaßt, dass eine zehnjährige Version Waynes als regelmäßiger Star in der Serie erscheinen könnte. Unklar bleibt jedoch weiterhin, ob sich die Serie auch auf das nächste Abenteuer des dunklen Ritters beziehen wird – „Batman vs. Superman“ – in welchem Ben Affleck („Argo“) die Hauptrolle verkörpern wird. Drehbeginn ist für März 2014 angekündigt.

Mit unzähligen Verfilmungen, unter anderem in den Jahren 1973, 1993 und zuletzt 2011, wurde Alexandre Dumas Roman über „Die drei Musketiere“ gehuldigt. Nachdem eine Spin-Off-Serie bereits für das Jahr 2013 angekündigt worden war, sollen die zehn Folgen der ersten Staffel nun 2014 in Amerika ausgestrahlt werden. Es bleibt allerdings abzuwarten, was das Drehbuch von „Primeval“-Macher Adrian Hodges zu bieten hat.

Ab dem 5. Februar kann man sich in Deutschland auf die Ausstrahlung von „Sleepy Hollow“ freuen, einem Ableger des erfolgreichen Films aus dem Jahr 1999, bei dem Johnny Depp die Hauptrolle innehatte. Sein Part wird in der Serie, die in der Gegenwart angesiedelt ist, von Tom Mison („Zwei an einem Tag“) übernommen. In den USA wurde der Quotenhit schon um eine zweite Staffel verlängert.

Schon ein wenig früher, ab dem 31. Januar kann man auf dem Bezahlsender RTL Crime die Geschichte von „Marvel’s Agents of the S.H.I.E.L.D.“ bestaunen. Die erste Staffel umfasst 22 Episoden und handelt dabei vom Agenten Phil Coulson (Clark Gregg), der eigentlich in „Marvel’s The Avengers“ verstarb. Doch die Pflicht ruft ihn zurück, denn es gilt mysteriöse Fälle aufzuklären. Solange „The Avengers“-Regisseur Joss Whedon bei der Serie die Zügel in der Hand behält, kann hier eigentlich nichts schief gehen.

Zwar steht ein deutscher Ausstrahlungstermin noch nicht fest, doch kann man im Februar bereits die erste Staffel von „Bates Motel“ auf Blu-ray und DVD erwerben. Dabei greift die von A&E produzierte Serie Motive aus Hitchcocks monumentalem und das Horror-Genre verändernden Film „Psycho“ (1960) auf, spielt jedoch in der Gegenwart. Produzent der Serie ist Carlton Cuse, der auch schon am „Lost“-Projekt beteiligt war. Nach einer erfolgreichen Rezeption der ersten Staffel, die zehn Folgen umfasst, soll eine zweite dieses Jahr noch produziert und ausgestrahlt werden.

Die Erfolgsserie "24" kehrt zurück

Für Action-Fans ist zudem ein Spin-Off der Erfolgsserie „24“ geplant – „24: Live Another Day“. Dabei soll das Echtzeit-Konzept der Serie unverändert bleiben, genauso wie die Besetzung der Lead-Rolle durch Kiefer Sutherland, der seinen Vertrag schon unterschrieben hat. Angesiedelt in Europa, umfasst die Mini-Serie zwölf Folgen und ersetzt einen lange angekündigten und oft verschobenen Kinofilm, wobei die Handlung vier Jahre nach dem Finale der achten und bisher letzten Staffel von „24“ angesiedelt sein soll.

Nach dieser Liste an diversen Spin-Offs und Reboots gibt es 2014 jedoch auch noch neue Ideen, die nicht auf erfolgreichen Blockbustern basieren. Dazu gehört ganz oben auf der Liste die Mischung aus Crime, Comedy und Drama: „Lilyhammer“. Dabei wird ein Ex-Mafioso im Rahmen des Zeugenschutzprogramms nach Lillehammer, Norwegen, verfrachtet, wo er sich allerdings nicht lange vom Verbrechen fernhalten kann. Arte plant, die Serie 2014 ins Programm zu nehmen, wobei diverse Trailer einen soliden ersten Eindruck verschaffen.

Vielversprechend klingt auch das Konzept von „Low Winter Sun“, basierend auf der gleichnamigen britischen Mini-Serie. Dabei wandelt der Plot um die korrupten Polizisten Frank Agnew und Joe Geddes, gespielt von Mark Strong und Lennie James auf den Spuren von „The Shield“. Der Plot, der den Mord an einem Kollegen der beiden korrupten Bullen umfasst, stieß in den USA jedoch auf wenig Gegenliebe, weshalb die stark sinkenden Zuschauerzahlen das Ende der Serie nach Staffel eins bedeuteten. In Deutschland zeigt FOX die Serie ab dem 16. Januar.

Ein weiteres Serien-Highlight des Jahres scheint „The Last Ship“ zu werden. Die von TNT bestellte und Michael Bay („Transformers“-Franchise“) coproduzierte Serie erinnert ein wenig an „Last Resort“, beinhaltet aber eine post-apokalyptische Komponente: Die U.S.S. Nathan James findet nach einem Einsatz auf hoher See daheim eine in Anarchie verfallene, völlig veränderte Welt vor und scheint dabei scheinbar eine bedeutende Rolle gespielt zu haben. Serienstart ist in den USA für Mitte 2014 angekündigt.

Für Fans von „Fluch der Karibik“ und Co. wird 2014 natürlich auch gesorgt: Mit „Crossbones“ startet eine Serie um das goldene Piratenzeitalter zwischen den Jahren 1715 und 1725. Dabei basiert die Serie auf Colin Woodards Roman „The Republic of Pirates“ und zeigt niemand geringeren als John Malkovich in der Hauptrolle als Blackbeard. Show-Runner ist Neil Cross, der schon für die Idee hinter der BBC-Serie „Luther“ zuständig war. Ein genauer Sendetermin wurde jedoch noch nicht bekannt gegeben.

Ein weiteres Highlight des Jahres scheint aus dem Hause HBO zu kommen: „True Detective“ mit Matthew McConaughey und Woody Harrelson in den Hauptrollen. Dabei soll die achtteilige Miniserie einen Zeitraum von über 30 Jahren umspannen und die Verurteilung eines Serienkillers als Ziel haben. Sollte die Serie um eine weitere Staffel verlängert werden, so hat HBO angekündigt, wird diese allerdings mit einem komplett neuen Cast versehen.


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