"Den Bus habe ich nie gesehen"

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Tim, was ist das für ein Gefühl, wenn man das erste Mal auf dieser Bühne steht?

Tim David Weller: Ich glaube, nach dem ersten Mal mit so einem gelungenen Auftritt auf so einer großen Bühne mit so einem Feedback – das ist besser als das erste Mal Sex.

Welche Sachen sind dir da durch den Kopf gegangen?

Tim: Ich war sehr sehr nervös, sehr aufgeregt. Aber ich habe gelernt, damit umzugehen. Besser damit umzugehen. Ich bin aber noch nicht hundertprozentig mit mir zufrieden.

Warum bist du nicht mit dir zufrieden?

Tim: Weil da ein Ton dabei war, den ich unbedingt kriegen wollte, und den habe ich meiner Meinung nach nicht getroffen.

Lag es vielleicht daran, dass du dich auch sehr auf den Text konzentriert hast? Du hattest ja öfter Probleme, die dir zu merken.


Tim: Den Text hatte ich drin. Es ist ein Lied („Here without you“ von „3 Doors Down“, die Red.), das ich privat selbst gern höre, und dementsprechend war ich unglaublich glücklich, das Lied zu bekommen. Der Text hat gesessen. Das Wichtigste war für mich aber nicht nur, den Text zu können, sondern die Leute zu erreichen. Das habe ich geschafft.

Was wirst du denn am kommenden Samstag singen?


Tim: Ich weiß gar nicht, ob ich das sagen darf. Aber es ist eine Ballade. Eine wunderschöne Ballade. Ich kannte das Lied vorher nicht und habe es zum ersten Mal gehört, bevor überhaupt feststand, was ich in der ersten Show singen würde. Es ist alt, aber ich war gleich hin und weg.

Wir haben deinen Fanbus gesehen. Wie hast du reagiert, als du ihn das erste Mal gesehen hast?

Tim: Ich habe ihn noch nie gesehen, nur einmal auf einem Bild auf dem Handy. Aber ich war beeindruckt. Auch mit den neongrünen Shirts. Neongrün ist meine Lieblingsfarbe. Das mit dem Bus ist ja auf Mamas Mist gewachsen.

Deine Mutter ist deine größte Stütze, oder?

Tim: Meine Mama, ja. Vor fünf Jahren habe ich meinen Bruder kennengelernt, der ist auch eine große Stütze für mich. Wenn ich irgendetwas habe, worüber ich nicht mit meiner Mutter sprechen möchte, weil ich denke, dass das von Mann zu Frau nicht so passt, dann kann ich auch zu meinem Bruder kommen.

Wohnt er auch in Hessen?

Tim: Doch. Er wohnt in Dillenburg. Das ist toll. Nach der Schule bin ich öfter mal zu ihm gegangen und habe ihn besucht.


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