Den Ernstfall proben

Drei Mitarbeiter und drei Auszubildende der Sparkasse Wetzlar zeigten den Schülern, worauf sie beim Bewerbungsverfahren achten sollten.
Anke Zwahlen, Gleichstellungsbeauftragte der Sparkasse, und Elisa Heep (20), Auszubildende im ersten Lehrjahr, erklärten mit Hilfe einer  Präsentation, worauf es bei einer Bewerbung ankommt: „Ein wichtiger Punkt ist die Rechtschreibung. Darauf sollte man in jedem Fall achten. Und lieber noch mal jemanden drüberlesen lassen“, so Anke Zwahlen.
 Um sich ein Bild von einer Bewerbungsmappe zu machen, bekamen alle Schüler zwei Bewerbungen und sollten entscheiden, welche die bessere war. „Bei der Bewerbung Nummer eins wirkt das Bild nicht sehr seriös. Außerdem sind noch Zeilen falsch eingerückt“, bemerkte eine Schülerin. „Und E-Mail-Adresse und Telefonnummer fehlen“, fiel einem  anderen Schüler ein.
„Mittlerweile sind Online-Bewerbungen im Trend. Da gelten natürlich die gleichen Regeln“, sagte Anke Zwahlen weiter. 
Große Unternehmen würden auch immer zu einem schriftlichen Test einladen.

Die Schüler schreiben zur Übung einen fiktiven  Einstellungstest

„Darauf kann man sich durch Üben vorbereiten. Viele Unternehmen fragen möglicherweise auch aktuelle Nachrichten  ab, um das Allgemeinwissen zu testen“, gab Anke Zwahlen als hilfreichen Hinweis. In einen Auszug aus einem solchen Einstellungstest, konnten die Schüler nun ihr Wissen testen.  Gut zu wissen: Manche Aufgaben sind zeitlich nicht zu schaffen und auch darauf ausgelegt. 
„Das Unternehmen will herausfinden, ob ihr unter Zeitdruck arbeiten könnt. Manchmal ist es gut, so viele Aufgaben wie möglich zu bearbeiten. In einer anderen Fragestellung kann aber auch gefordert sein, möglichst sorgfältig zu arbeiten.“ Ihr Tipp: Sich nicht aus der Ruhe bringen  lassen und konzentriert arbeiten.
Nach Bearbeitung der ersten Aufgabe wurde den Schülern schnell klar, wie wenig Zeit ihnen für die jeweilige Aufgabe wirklich geblieben ist. 
Um die Situation in einer Bewerbung zu üben, hatte sich Lena Pfeiffer  (18) für diese Aufgabe gemeldet. Auszubildende Elisa Heep stellte der Schülerin  im fiktiven Bewerbungsgespräch ihre Fragen. Die übrigen Schüler beobachteten sie dabei. Schließlich gab es am Ende eine Feedback-Runde, in der Verbesserungsvorschläge erarbeitet wurden. 
„Im Grunde machen die Schüler sich schon ganz gut im Bewerbungsgespräch. Sie sollten nur darauf achten, langsam und deutlich zu reden. Die Antworten können in Bewerbungsgesprächen ruhig  ausführlicher sein und jeder sollte sich gut über das Unternehmen informieren, in dem er sich bewirbt“, fasst Elisa Heep die Ergebnisse zusammen.


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