Der Romanheld kehrt zurück

Wer?!

Nach Alec Baldwin, Harrison Ford und Ben Affleck wird der Analyst Jack Ryan dieses Mal vom Aufsteiger Chris Pine („Star Trek“) verkörpert. An seiner Seite ist die hübsche Piratenbraut Keira Knightley sowie der etwas in die Breite gegangene „Robin Hood“-Darsteller Kevin Costner. Den Part des Antagonisten übernimmt Kenneth Branagh („Hamlet“), der zusätzlich noch die Regie des Action-Thrillers übernommen hat. Das Drehbuch stammt zuteilen von David Koepp, der unter anderem verantwortlich war für die Skripte zu „Illuminati“, „Spider-Man“ und „Jurassic Park“.

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Was?!

Nach den Anschlägen des 11. Septembers entscheidet sich Jack Ryan dazu, dem Militär beizutreten. Doch schon nach kurzer Zeit versetzt ihn ein tragischer Unfall in den vorzeitigen Ruhestand, und er wird als verdeckter CIA-Analyst in einer Weltbank tätig. Doch nachdem Ryan verdächtige Kontobewegungen aufgefallen sind, wird er nach Russland beordert. Dort ist er einem internationalen Komplott auf der Spur, der die Wirtschaft der westlichen Welt zusammenbrechen lassen könnte.

Wie?!

„Jack Ryan: Shadow Recruit“ ist das erste Abenteuer des Analysten, das nicht direkt auf einem Roman Tom Clancys beruht. Ursprünglich handelte es sich um ein eigenständiges Skript, das auf die Figuren Clancys umgeschrieben wurde. Dabei versteht sich der Film als Neustart des Franchises, schafft er doch eine ganz andere Ausgangssituation. Zusätzlich versuchen die Macher, die Reihe mit Chris Pine und Keira Knightley deutlich zu verjüngen.

Das alles nutzte in den USA scheinbar wenig, denn dort lief der Actioner nur mäßig in den Kinos an. Das mag einerseits daran liegen, dass der Film  der „Bourne“-Reihe oder dem letzten „James Bond“-Abenteuer nicht standhalten kann. Andererseits ist die Grundidee, haufenweise Geld über Online-Transaktionen zu stehlen oder zu verschieben, nur schwer spannend umzusetzen. Nichtsdestotrotz gelingt Branagh ein solider und vor allem optisch einwandfreier Actionfilm, der es in der letzten halben Stunde allerdings viel zu eilig hat.

Fazit:

Ein äußerlich lupenrein besetzter No-Brainer, der zu fesseln weiß und seinen direkten Vorgänger in puncto Spannung ersetzt. Dem Vergleich mit Genrenachbarn hingegen hält der klischeebehaftete Ami-Thriller nur mäßig stand und enttäuscht durch Einfallslosigkeit in der Gestalt des stereotypen Feindbilds der Russen. Es bleibt abzuwarten, ob hiermit das vorzeitige Ende der Reihe erreicht wurde.


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