"Die Bundesliga ist mein Ziel"

John Patrick Strauß spielt bei RB Leipzig

Aus früheren Tagen: John Patrick Strauß posiert hier noch als 15-Jähriger für seinen Heimatverein, dem FC Cleeberg. (Foto: privat)

John Patrick, wie bist du zum Fußball gekommen?

John Patrick Strauß (18): Das weiß ich gar nicht mehr so genau. Mein Vater hat früher beim FC Cleeberg Fußball gespielt und ich war dann eben irgendwann auch dabei. Bereits als Vierjähriger habe ich dort auf dem Sportplatz gestanden.

Nach deiner Zeit bei Cleeberg bist du nach Wieseck gewechselt, und dann weiter nach Leipzig gezogen. Was waren die Gründe für diese Wechsel?

Strauß: In Cleeberg war abzusehen, dass es nach meiner Zeit bei der D-Jugend in der nächsten Altersstufe keine Mannschaft gibt. Da ich gefördert werden wollte, habe ich mich für einen Wechsel nach Wieseck entschieden, die seit Jahren eine gute Jugendarbeit betreiben. Ein Trainer von Wieseck hat mein Talent erkannt und mir ein Probetraining nach Leipzig vermittelt. In einem Testspiel, in dem ich auch ein Tor gemacht habe, konnte ich die Verantwortlichen überzeugen. Das hat alles perfekt gepasst.

Was hat denn Leipzig so attraktiv gemacht?

Strauß: Ich hatte auch ein Gespräch mit Dynamo Dresden, aber da hätte ich keinen Internatsplatz bekommen. Außerdem habe ich mich bei Leipzig gleich wohl gefühlt. Die Entscheidung habe ich nicht bereut.

Bist du in Leipzig jetzt auch noch im Internat?

Strauß: Bis zur vergangenen Saison schon noch. Aber jetzt teile ich mir mit einem Mitspieler eine Wohnung. Das gefällt mir sehr gut.

Hattest du nach deinem Wechsel Heimweh nach Mittelhessen?

Strauß: Nein, überhaupt nicht. Wie gesagt: Ich habe mich in Leipzig gleich wohl gefühlt. Zudem hat mich meine Familie regelmäßig besucht.

Wie sieht denn so ein typischer Tagesablauf bei dir aus?

Strauß: Im Mittelpunkt steht natürlich das Training. Wir trainieren mit der Jugend mindestens einmal am Tag, an wärmeren Tagen auch zweimal. Aber seit dieser Saison bin ich in der Regel bei unserer ersten Mannschaft dabei, die zweite Liga spielt. Neben dem Training bin ich gerne mit Freunden unterwegs.

Im vergangenen Jahr warst du Kapitän der A-Jugend, die in der Bundesliga spielt. Bist du heute auch noch Mannschaftsführer?

Strauß: In diesem Jahr nicht mehr. Der Grund ist ganz einfach: Da ich regelmäßig bei den Männern trainiere und kaum bei der U19 dabei bin, kann ich da auch nicht mehr Kapitän sein. Aber das ist natürlich verständlich.

Das heißt, dass Du eigentlich komplett beim Zweitliga-Team dabei bist?

Strauß: Richtig, ich gehöre fest zum Kader der ersten Mannschaft. Schon die Vorbereitung habe ich bei den Aktiven mitgemacht und in einem Testspiel gegen Getafe sogar einen Treffer gemacht.

Was war das für ein Gefühl?

Strauß: Ganz ehrlich? Ein richtig geiles. Besonders war vor allem, dass viele Freunde aus Mittelhessen bei der Partie da waren und mir schon vorher gesagt haben, dass ich heute treffen werde. Und dann ist es auch noch wirklich passiert.

Und hast du auch schon für Deutschland gespielt?

Strauß: Leider noch nicht. Ich war zwar zu einem Lehrgang eingeladen, habe mich dann aber verletzt und konnte nicht dabei sein.

Du hast noch drei Jahre in Leipzig Vertrag. Ist die Bundesliga ein Ziel von dir?

Strauß: Ja, klar. Von der Bundesliga träumte ich schon als kleiner Junge. Aber soweit ist es noch nicht. Wichtig ist es, einen Schritt nach dem anderen zu machen. Denn ich muss natürlich noch viel lernen.


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