Drei Jungs retten ein Leben

FEIER Öffentliche Belobigung für Einsatz an Badesee

Lebensrettung: Adrian Sandner (v. l.), Luis Pfaffe und Jannis Staat demonstrieren noch einmal, wie sie im Ernstfall vorgegangen sind. (Foto: Weil)

Öffentliche Belobigung (von links): Bürgermeister Bernd Hartmann, Luis Pfaffe, Adrian Sandner, Jannis Staat und Regierungspräsident Christoph Ullrich. (Foto: Weil)

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Die Jugendlichen hatten sich am 16. Juli 2015 am Badesee „Lago Alfredo“ in Münster verabredet und fanden dort neben einem Fahrzeug eine hilflose Person am Boden liegend. Die Person zeigte auch auf Rütteln keine Reaktion.

Automatisch machten sie alles richtig, so, wie sie es bei der Jugendfeuerwehr gelernt hatten: Person ansprechen, vorsichtig rütteln, in eine stabile Seitenlage bringen, die Vitalfunktionen überwachen, wärmend abdecken, einen Notruf nach bekanntem Muster absetzen. Pfaffe und Staat blieben bei der Person, Sandner ging den Rettungsfahrzeugen entgegen und wies sie ein. Notarzt und Rettungsassistenten bescheinigten den Ersthelfern später, ohne ihren Einsatz hätte die Person nicht überlebt.

Ohne den Einsatz der Ersthelfer hätte die Person nicht überlebt

In einer kleinen Feierstunde im Rathaus Selters erhielten die drei Lebensretter Urkunden überreicht und Lob und Dank auch von Bürgermeister Bernd Hartmann (parteilos) und Kreisjugendfeuerwehrwartin Brigitte Kintscher. Hartmann überbrachte auch ein anerkennendes Geschenk von Landrat Manfred Michel (CDU).

Die Ankündigung am frühen Morgen in „HR 4“ hatte Klassenlehrerin Aline Hoffmann-Hess per WhatsApp-Sprachnachricht erreicht. Als sie die Ankündigung in der R8a der Mittelpunktschule Selters abspielte, sorgte sie so für den ersten Applaus der Schülerschaft.

„Es ist mir eine große Ehre, euch für euer schnelles und beherztes Eingreifen auszuzeichnen“, sagte Ullrich. „Euer Verhalten kann andere Menschen anspornen, diesem Vorbild zu folgen!“

Die Drei engagieren sich seit dem vorgeschriebenen Erreichen des zehnten Lebensjahres in der Feuerwehr. In zahlreichen Erste-Hilfe-Kursen haben sie sich regelmäßig fortgebildet und wussten daher im Ernstfall sofort, was zu tun war.

„Selbst Erwachsene hätten sich nicht so professionell verhalten können wir ihr“, lobte Brigitte Kintscher, „die Feuerwehr kann Jungs wie euch sehr gut gebrauchen.“

So viel „Öffentliche Belobigung“ tat den bescheiden wirkenden Jugendlichen und ihren stolzen Eltern sichtlich gut.


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