Eine App, die Leben retten kann

SICHERHEIT  Jan Philipp Bachmann aus Wommelshausen ist Botschafter für „CrowdProtect“

Der 17-jährige Jan Philipp Bachmann aus Wommelshausen ist Botschafter für die App „CrowdProtect“. (Foto: Röder)
Das ist die Startseite der App „CrowdProtect“. Hier bekommen Nutzer Infos, wie viele potenzielle Helfer sich in ihrem Umfeld befinden - und die Möglichkeit, um Hilfe zu rufen. (Foto: privat)
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„Stell dir vor, du bist plötzlich in einer gefährlichen Situation und benötigst dringend Hilfe. Sei es eine körperliche Bedrohung, ein Autounfall oder ein medizinischer Notfall“, beschreibt Jan Philipp Bachmann das Szenario. Mit einem schnellen Druck auf den Touchscreen seines Smartphones aktiviert er die App und setzt einen Notruf ab – gleichzeitig macht er ihn als Test kenntlich, nicht das wirklich noch Ersthelfer vor der Tür stehen.

Die Standardeinstellungen von „CrowdProtect“ benachrichtigt nun die zehn nächsten Personen, die die App ebenfalls installiert haben, und die Notrufzentrale. Zusätzlich kann – und sollte – man auch noch Polizei und Rettungsdienst alarmieren, sagt Jan Philipp Bachmann. Dies gehe ebenfalls simpel über die App. Auf einer digitalen Karte ist der eigene Standort zu sehen. Unten drunter steht die Anzahl der potenziellen Helfer. Auf dem Gladenbacher Marktplatz tummeln sich an jenem Montagvormittag zwei Personen, die „CrowdProtect“ ebenfalls auf dem Smartphone haben. Dafür, dass das noch mehr werden und die App ihre Funktion noch besser erfüllt, wirbt Jan Philipp Bachmann als sogenannter Botschafter des Start-ups.

Doch warum sollte man nicht einfach direkt bei den Einsatzkräften durchklingeln? „Polizei und Rettungsdienst brauchen meist mehrere Minuten und kennen deinen Standort nicht“, sagt Jan Philipp Bachmann. „CrowdProtect hingegen alarmiert für dich alle potenziellen Helfer und übermittelt Sprachaufzeichnungen, Notfall-Profil und exakte GPS-Daten.“

Die App könne auch wertvolle Dienste leisten, wenn man nicht selbst unmittelbar in Gefahr ist, sondern Zeuge eines Notfalls wird. „Viele Community-Mitglieder sind aus Militär, Feuerwehr, Polizei oder Rettungsdienst und können im Notfall Erste Hilfe leisten – und dir eine Anleitung geben, was du tun kannst“, so der Wommelshäuser.

Bachmann: „Ich habe die App natürlich installiert, bislang aber noch nicht selbst gebraucht“

Noch ein Anwendungsbeispiel: „Du bist alleine unterwegs und möchtest von ausgewählten Freunden oder dem Heimwegtelefon auf dem Heimweg begleitet werden – auch das geht“, erklärt Jan Philipp Bachmann.

Wer sich Sorgen wegen des Datenschutzes macht, den beruhigt der Wommelshäuser. Die Daten würden nur für einen kurzen Zeitraum gespeichert, noch dazu anonym. Auf der Website des Münchener Start-ups steht zum Thema: „Wir verkaufen keine Daten. Zudem speichern wir nur den jeweils letzten Standort. Wer seine Standortdaten ausschaltet, kann selbst nicht alarmieren und kann Mitmenschen in der Nähe nicht helfen. Von Freunden kann man jedoch standortunabhängig als Helfer alarmiert werden“. Jan Philipp Bachmann selbst wurde durch eine Anzeige auf „CrowdProtect“ aufmerksam, hielt es für eine gute Sache und wollte es einfach mal ausprobieren. „Ich habe die App natürlich installiert, bislang aber noch nicht selbst gebraucht“, sagt der 17-Jährige. „Ich hoffe auch, dass das so bleibt, aber wenn ich mal in einen Notfall gerate, ist es gut, dass ich sie habe“, erzählt er.

Nun sei es das Ziel mehr Menschen von „CrowdProtect“ überzeugen, denn nur mit einer weiten Verbreitung und damit hergehend einer großen Community kann die App im Notfall Leben retten, so der Wommelshäuser.

Weitere Infos und Download-Möglichkeiten unter www.crowdprotect.de.


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