"Er ist ein Star zum Anfassen"

KINO Matthias Schweighöfer besucht Marburger Fans

Selfie mit dem Kinopublikum: Schauspieler Matthias Schweighöfer hat in Marburg Station gemacht, um seinen aktuellen Film "Der Nanny" zu promoten. Mit dabei waren auch Milan Peschel, Paula Hartmann und Arved Friese. (Foto: Röder)

Stellte sich in Marburg den Fragen von hunderten Fans: Schauspieler Matthias Schweighöfer. (Foto: Röder)

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Kim Kramer, Julia Puy und Nicole Mann hatten am Ende der Nacht Standfestigkeit bewiesen. Seit 14 Uhr am Mittwochnachmittag haben sie auf ihren Star gewartet. Der kam allerdings erst am späten Abend gegen 21 Uhr. Und dann standen auch noch Besuche in den Kinosälen und Pressegespräche an. Bis Matthias Schweighöfer letztlich im Foyer auf dem roten Teppich ankam, musste sich das Marburger Mädchen-Trio noch ein bisschen gedulden.

Das tat deren Vorfreude allerdings keinen Abbruch. "Wir dachten, er wollte schon nachmittags kommen", verriet Julia lachend. "Da haben wir uns wohl vertan." Bereits im vergangenen Jahr bei des Schauspielers letztem Besuch in der Universitätsstadt hatten die drei Mädchen ein Foto mit Schweighöfer ergattert. Jene Erinnerung hatten die Drei auch am Mittwochabend mit dabei. Wie eine Trophäe trugen sie den in groß ausgedruckten Star-Selfie mit sich herum.

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Was ist so besonders an dem 34-Jährigen, dass Kim, Julia und Nicole Stunden über Stunden auf den Schauspieler warten? "Er macht gute Filme", sagte Nicole. "Er sieht gut aus", sagte Kim. "Er ist ein Star zum Anfassen", sagte Julia. Und alle sagten sie: "Er hat sich im vergangenen Jahr Zeit für seine Fans genommen. Das finden wir richtig klasse und das macht ihn total sympathisch."

"Der Nanny", Schweighöfers vierter Film, bei dem er selbst mitspielt und den er produzierte, hatte das Trio noch nicht gesehen. "Das holen wir aber in der kommenden Woche nach", erzählte Kim - die Vorfreude war allen Dreien anzusehen. Im Pressegespräch machten die vier Schauspieler einen unverkrampften Eindruck. Ob er jemals eine Szene abgebrochen habe, wurde da gefragt. "Ja, gleich am zweiten Drehtag", verriet Schweighöfer. Warum? "Ich fand die Szene einfach scheiße."

Auch der Filmkuss zwischen Schweighöfer und dem "Circus HalliGalli"-Frontmann Joko Winterscheidt in "Der Nanny" war Thema des lockeren Gesprächs. "Wie küsst Joko denn so?", wollte eine Kollegin wissen. "Es kribbelt ein bisschen", verriet Schweighöfer. "Yoko hat viel Bart."

Den Erfolg seiner Filme könne er nicht erklären, sagte Schweighöfer. Er mache immer einfach das, wozu er Lust habe. Die eigentlichen Stars des Films seien aber die Kinder Paula Hartmann und Arved Friese, die überraschenderweise mit ins Cineplex gekommen waren. "Sie haben viel Herz und viel Leidenschaft in den Film gesteckt."

"Der Nanny" hat rund neun Millionen Euro gekostet. Wohin das ganze Geld fließe, wollten Nachwuchs-Reporter von "Hessencam" aus Wetzlar wissen. "Ich zerstöre gerne Autos", sagte Schweighöfer und lachte. "Unter anderem fließt das Budget da rein." Aber freilich auch in die Schauspieler ("Die sind am teuersten"), das Marketing, die Technik und vieles mehr. Um die Erziehung seiner Tochter und seines Sohnes kümmert sich die Familie Schweighöfer, anders als im Film, übrigens ohne Nanny. "Eine Nanny haben wir nicht, nein", sagte Schweighöfer. Wie man das alles - die Erziehung von zwei Kindern, Film drehen, Drehbuchschreiben, Produzieren ... - unter einen Hut bekomme? "Ehrlich", sagte Schweighöfer. "Das ist eine gute Frage. Ich habe keine Ahnung."

In den Kinosälen standen Schweighöfer und Co. dann vor den härtesten Kritikern, jenen, die "Der Nanny" gerade erst geschaut hatten. Der frenetisch Applaus ließ allerdings darauf schließen, dass die Komödie gut ankam. Im Kinosaal vor insgesamt rund 800 Schweighöfer-Fans verhielt sich der Schauspieler ungezwungen, locker und kontaktfreudig. Humor - "Was meine Frisur angeht, bin ich ein bisschen wie Cher" - wechselte ab mit ehrlicher Freude über Geschenke seiner Fans. Tamara Habiger etwa, die mit ihrer Freundin Anika Mayer in der Vorstellung saß, hatte ein selbst gezeichnetes Porträt des Schauspielers im Gepäck, das sie ihm strahlend überreichte. "Ich zeichne total gerne", verriet Tamara im Anschluss. "Ich finde Matthias Schweighöfer total super. Ihn zu zeichnen, hat Spaß gemacht, da er so tolle Gesichtszüge hat."

Zum Abschluss des Abends flanieren die Stars über den roten Teppich

Zum Abschluss des Abends flanierten Schweighöfer und seine Co-Stars über den im Foyer des Cineplex ausgebreiteten roten Teppich. Dort wurden Hände geschüttelt, Selfies geknipst und Autogramme gegeben. Und dort kamen Kim, Julia und Nicole dann endlich auch auf ihre Kosten und wurden belohnt für das lange Warten.

Den Elyas M’Barek-Aprilscherz nahmen Schweighöfers Fans ihm übrigens nicht krumm. Dafür weckte er gleich im Anschluss einfach zu viel Vorfreude. Der 34-jährige Star antwortete auf die Fanfrage, ob er sich nicht vorstellen könne, mal einen Film in Marburg zu drehen. "Eigentlich gar keine schlechte Idee. Da brauche ich aber einige Komparsen und Statisten …" Von denen dürfte Schweighöfer in Marburg sicherlich genügend Freiwillige finden.


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