Erfrischendes Bild in Omas Bad

MUSIK Die Band Marspol absolviert ein originelles Fotoshooting in Frechenhausen

Witziges Bandfoto „made im Hinterland“: Marius Fitz (von rechts), Dominik Reh, Mario Gwiazdowski und Marc Buhr von Marspol absolvierten in Frechenhausen ein originelles Fotoshooting. Als Requisite setzen die Musiker auch den Hinterländer Anzeiger ein. (Foto: Marspol)

Seit Ende 2015 sorgt die Gießener Indie-Pop-Band Marspol mit deutschen Texten für Furore ein Konzert im Hinterland haben die vier Jungs für die Zukunft fest eingeplant. (Foto: privat)

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„Retro“ ist in Mode. Auch in der Musik. Davon will die Gießener Band Marspol aber eigentlich nichts wissen. Sie setzt auf modernen Sound – Indie-Pop mit deutschen Texten. Der Charme der 70er Jahre hat die vier Jungs aber zumindest für einen Tag begeistert. So sehr, dass sie dies nun sogar der ganzen Welt zeigen.

Tatort: Badezimmer. In einem Haus in Frechenhausen. Hierhin hat es Marius Fietz, Dominik Reh, Marc Buhr und Mario Gwiazdowski verschlagen. Ihre Instrumente haben die vier Marspol-Akteure allerdings nicht dabei. Eine Kamera mit Fischaugenobjektiv ist alles, was die Musiker für ihren Auftritt brauchen.

Neue Promobilder hat die Band gerade erst machen lassen. „Doch darauf schauen wir alle ein bisschen grimmig aus. Wir brauchten noch etwas Witziges“, erzählt Dominik Reh. Der Breidenbacher, der auch in der Band „Oh, Alaska“ um Yana Gercke mitwirkt, hatte die zündende Idee für ein originelles Fotoshooting. „Ich hatte schon immer dieses Bild mit dem Bad im Kopf, das haben wir dann einfach umgesetzt“, erzählt der Gitarrist und Sänger.

Nach der passenden Location musste er nicht lange suchen. „Das ist das Bad meiner Oma in Frechenhausen“, erzählt Dominik Reh und lacht. Sie feierte gerade erst ihren 90. Geburtstag. Einen Tag später stand die Band bei ihr auf der Matte.

Viele Requisiten waren für das Bild nicht nötig. Wasser in die Badewanne lassen, ein bisschen Rasierschaum auftragen, Weitwinkel samt Orange-Filter auf die Kamera schrauben, etwas Haut zeigen – schon war das neue Bandfoto im Kasten.

Dass dabei der Hinterländer Anzeiger eine kleine Nebenrolle spielt, ist kein Zufall. Für die Badszene war von vornherein eine Zeitung als Requisite fest eingeplant. Und im Hause Reh gehört nun einmal der HA zum Alltag dazu. Deshalb schnappte sich Sänger und Bassist Marius Fietz die aktuelle Ausgabe und hielt sie werbewirksam in die Kamera.

Für die Zukunft haben sich die vier Musiker auch ein Konzert im Hinterland fest vorgenommen

„Erst haben wir das Bild gemacht, dann die Reste vom Geburtstagskuchen gegessen und anschließend sind wir zum Probenraum gefahren – ein wunderschöner Tag mit einem total coolen Foto“, freut sich Dominik Reh über das Ergebnis. Das stellten die Musiker noch am selben Tag auf ihre Facebook-Seite. Der Titel dafür war schnell gefunden: „Wir machen uns frisch für die nächsten Gigs“.

Seit Ende 2015 sorgt Marspol für Furore. Zunächst als Duo, mittlerweile als Quartett. Während ihres Musikstudiums in Gießen fanden Marius Fietz und Dominik Reh zusammen. Die ersten Songs entstanden.

„Wir wollten mit einem lauten Knall an den Start gehen“, erinnert sich Dominik Reh. Das gelang Marspol mit dem ersten Song „Winterschlaf“ und dem dazugehörigen, selbst produzierten Video.

Die Indie-Pop-Rock-Band hat seitdem einiges auf die Beine gestellt: Eine EP, mehrere Singles, Musikvideos in Eigenregie, zahlreiche Gigs – unter anderem als Support für Mark Forster im Schiffenberger Tal, beim Gießener Stadtfest oder für den Hessischen Rundfunk. Seit dem 17. Juli ist ihr neues Video „Nur mal angenommen“ bei YouTube online.

„Wir sind einfach Jungs, die Bock haben, Songs zu schreiben und miteinander Musik zu machen“, sagt Dominik Reh. Doch warum ausgerechnet deutsche Texte? „Ganz einfach: Weil wir auf Deutsch das schreiben, was wir schreiben wollen und nicht das, was wir schreiben können“, erklärt der Breidenbacher.

In den Liedern geht es um Ereignisse, die die Bandmitglieder selbst erlebt haben oder um Geschichten aus ihrem Umfeld. Sie handeln von Wünschen und Rückschlägen, von Beziehungen und großen Plänen.

Und die Songs kommen an. Das zeigen die Konzerte. „Wir geben live immer 100 Prozent, egal ob wir in einem kleinen Club vor 50 Leuten spielen oder bei einem großen Open Air vor 5000 Leuten“, sagt Schlagzeuger Mario Gwiazdowski. „Und wir schicken jeden mit einem Ohrwurm nach Hause“, betont Dominik Reh.

Ein Gastspiel im Hinterland hat sich für Marspol bisher noch nicht ergeben. Dies sei aber auf jeden Fall fest eingeplant. „Wir hätten in diesem Jahr noch ein bisschen Luft in unserem Tourkalender“, sagt der Breidenbacher und lacht. Ein kleiner Wink in Richtung der Organisatoren von Stadtfesten und Musikfestivals im Hinterland.

 

Das aktuelle Musikvideo von Marspol: 


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