Familie kann man sich nicht aussuchen

Wer?!

Im Regiestuhl der Generationen-Komödie sitzt Holger Haase, der zuvor bereits an einigen deutschen TV-Produktionen mitgearbeitet hat, unter anderem an „Alarm für Cobra 11“. Für das Drehbuch zeichnen sich Jens-Frederik Otto und Florian David Fitz („Vincent will Meer“) verantwortlich, wobei letzterer gleich die Hauptrolle des Conrad inne hat. Conrads Vater Carl wird von Henry Hübchen verkörpert, während die Rolle von Conrads Sohn Jonas von Jungschauspieler Marius V. Haas übernommen wird.

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Was?!

Wenn Conrad an seine Kindheit zurückdenkt, erinnert er sich nur allzu ungern an die bestimmende Art seines Vaters. Mittlerweile ist er selbst Vater eines Sohnes und kurz davor, mit seiner Frau Tamara in den Urlaub zu fahren, da erfährt er, dass sich seine Mutter endlich vom scheinbar grantigen Vater getrennt hat. Doch ein Unfall des Vaters zwingt Conrad, sich um ihn zu kümmern und den Urlaub zu verschieben, sehr zum Ärger von Tamara. Zusammen mit seinem Sohn Jonas zieht Conrad bei Vater Carl ein, wobei er gänzlich neue Facetten seines Erzeugers kennenlernt.

Wie?!

Deutsche Filme haben es im Angesicht internationaler Konkurrenz immer wieder schwer, auf dem harten Markt des Filmbusiness' Fuß zu fassen. Ähnlich gestaltet sich auch die Situation bei „Da geht noch was“, denn den drei Hauptcharakteren des Films fängt es zu Beginn äußerst schwer, die Sympathie des Zuschauers zu gewinnen.

Doch mit der Zeit entpuppt sich das Zusammenspiel aller drei Protagonisten als wahrer Glücksgriff, sodass das Trio nicht nur einige lustige Momente miteinander erlebt, sondern gleich auch noch eine Botschaft mit auf den Weg gibt.

Dabei beinhaltet diese eigentlich schon der Filmtitel, denn Holger Haases Film proklamiert mehr als deutlich, dass eigentlich immer noch was geht; man also nicht aufgeben sollte. Zwar garantiert das Gefühlschaos auch noch reichlich Kitsch am Ende, doch sorgen die bunt gemischten Personen der Story dafür, dass jeder Zuschauer seine eigene Bezugsperson findet.

Das Bild der DVD liegt in Standard-Qualität vor und weiß von sich zu überzeugen. Der deutsche Ton, der in einer Dolby-Digital-5.1-Spur bereitgestellt wird, ist ebenfalls ordentlich abgemischt und sorgt besonders mit Surround-Anlage für einige klangvolle Momente.

Als Extra bietet die Disc neben einem Making-of noch einen Blick hinter die Kulissen, sowie einige Interviews mit den Darstellern. Abgerundet wird das Ganze von einem Audiokommentar und einem Clip zur Premiere des Films.

Fazit:

Mix aus Drama und Komödie, der zwar nicht immer den schmalen Grat der beiden Genres meistert, dafür allerdings mit seinem bunt zusammengewürfelten Cast und dessen Generationenkonflikt punkten kann.


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