Feuer frei für Stahlzeit

KONZERT  1500 feiern die Rammstein-Tribute-Band in der Wetzlarer Rittal-Arena

Ganz nah am Original: Heli Reißenweber, Sänger der Rammstein-Tribute-Band „Stahlzeit“. (Foto: Gross)

Rammstein-Karten sind rar und nur schwer zu ergattern. Gut, dass es Coverbands wie „Stahlzeit“ gibt, die dem Original so nahe kommen.

In Till-Lindemann-Manier betritt „Stahlzeit“-Sänger Heli Reißenweber die Bühne, starrt ins Leere, seine brachiale Stimme erfüllt die Arena. Er selbst nennt es „ein Schauspiel, ein Rocktheater“. Martialisch wirkt das, voller Pathos und Provokation so wie die Fans es lieben. 

Zwei, drei, vier Feuerfontänen sind zu sehen, die Hitze ist in der Arena zu spüren

Es ist das Konzentrat aus Rammstein-Hymnen, das diesen Abend zum besonderen Erlebnis macht. „Du riechst so gut“, singt Reißenweber. Die Besucher in den vorderen Reihen und auf den Rängen tanzen, die Hände zum Hallendach gestreckt. Die Haare fliegen.

„Links 2 3 4“. Der „Stahlzeit“-Frontmann marschiert im Stechschritt über die Bühne.  Es knallt. Immer wieder. Erst zwei Feuerfontänen, dann drei, dann vier sind zu sehen, die Hitze in der Arena ist zu spüren.

Rammstein-Fans wissen, wann welche Pyrotechnik eingesetzt wird. Im Publikum erschrecken nur die „Anfänger“. Aber beide, die Erfahrenen wie die Debütanten, sind fasziniert: Die Mikrofonständer brennen, aus den Drumsticks sprühen Funken. Die dunkle Stimme singt von „Sonne“, „Mein Herz brennt“, „Asche zu Asche“ und „Benzin“. 1500 jubeln. Heli Reißenweber freut’s: „Wir sind zum ersten Mal hier und ich muss sagen: Ich glaub’, ich zieh’ nach Wetzlar.“

Er rührt kurz die Werbetrommel für „Maerzfeld“, das zweite Bandprojekt neben „Stahlzeit“, das neue Album und die Tour. 

Dann wird es ruhig, Handylichter blinken auf, Feuerzeuge brennen. Fast romantisch wirkt das, aber nur kurz. Ein Feuerregen regnet plötzlich von oben auf die Jungs von „Stahlzeit“ nieder, während Reißenweber den „Frühling in Paris“ besingt. Die Bühne brennt. 

An jedes Detail ist gedacht. Nicht umsonst gilt Stahlzeit als Europas spektakulärste Tribute-Band. „Mir ist kalt“, singt Frontmann Heli. Zeitgleich weht ein kalter Wind durch die Arena.

Im Takt der harten Beats schießt das Feuer meterhoch in die Halle aus futuristischen Feuerhelmen auf den Köpfen der Musiker. 

Nach knapp zwei Stunden Konzert fehlt dann eigentlich nur noch eins: der Song „Engel“. Auf ihn warten alle. Und er kommt zum furiosen Finale ebenfalls ganz nah am Original.


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