Fünf Bands an einem Abend

The Jerks fühlen sich auf der Bühne sichtlich wohl.

Lukas (l.) und Benedikt von Kontrast sind schon zum zweiten
Mal auf dem Wavesound-Festival.

Setting the Sails geben auf der Bühne alles.

Die sechs Jungs von Paruresis dürfen als erstes auf die Bühne.

Midde-Mitarbeiterin Katrin hat viel Spaß beim Interview mit v.l.n.r. Panzer, Max und Sibbi von Itchy Poopzkid. (Fotos: Bellinger)

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– PARURESIS

Als erste Band hat man es nicht immer leicht. Wie war es für Euch, das Wavesound-Festival zu eröffnen?

Niklas: Es waren schon viele Leute da, die mit uns Spaß hatten. Von daher war es echt cool.

Was ist das für ein Gefühl auf derselben Bühne wie Itchy Poopzkid zu stehen?

Fabi: Also eigentlich war der Gig wie immer, aber es ist natürlich schon cool, sagen zu können, man hat mal mit Itchy Poopzkid gespielt.

Was habt ihr mit Paruresis für die Zukunft geplant?

Niklas: Wir nehmen unsere Musik jetzt ernster – schreiben auch ernstere Texte und haben unser ganzes Konzept verändert. Wir möchten auf jeden Fall neue Songs aufnehmen und viele Konzerte spielen.

SETTING THE SAILS

Ihr liefert die härteste Musikrichtung auf dem Wavesound-Festival. Wie kam euer Auftritt beim Publikum an?

Yannick: Ich glaube, das rüttelt die Leute immer ein bisschen wach.

Christian: Es ist ganz gut, dass wir die Außenseiterrolle haben, denn dann stechen wir mehr aus der Menge heraus.

Habt ihr keine Angst, dass sich eure Fans im Moshpit verletzen?

Yannick: Ich glaube im Moshpit ist es ungefährlicher als in der Disco, denn da ist die Chance wahrscheinlich größer, dass man verprügelt wird oder so. Das Miteinander beim Moshen ist sehr sorgsam, man entschuldigt sich und hebt sich gegenseitig auf.

Was sind eure Pläne für die Zukunft?

Simun: Wir wollen bald wieder ins Studio gehen und ein paar Songs aufnehmen. Denn das Geld, das wir ab und zu einnehmen, versaufen wir nicht, sondern investieren das in Studioaufnahmen. Hoffentlich haben wir auch noch den einen oder anderen Festivalauftritt.

– KONTRAST.

Ihr seid schon beim ersten Festival des Vereins aufgetreten. Was war dieses mal anders?

Felix: Es war insgesamt viel größer und die Atmosphäre war einfach toll. Außerdem haben die Tontechniker alles so umgesetzt, wie wir uns das gewünscht haben. Das war wie im Schlaraffenland! (lacht)

Wie war die Stimmung vor und auf der Bühne?

Benedikt: Die Stimmung war super. Es waren viele Menschen da – und uns ist aufgefallen, dass die Frauen besser singen als die Männer!

Ihr hattet einige Umstrukturierungen in der Band. Was hat sich dadurch verändert?

Felix: Lukas denkt immer noch, er wäre der Boss.

Lukas: Quatsch. Naja, insgesamt sind wir natürlich hässlicher geworden, weil Jonathan und Max nicht mehr dabei sind. Aber wir haben uns weiterentwickelt, jeder für sich musikalisch, und haben dadurch einen großen Schritt nach vorne gemacht.

Wie lange braucht ihr vor einem Auftritt um euch schön zu machen?

Benedikt: Das variiert bei mir zwischen zwei und zweieinhalb Stunden.

THE JERKS

Ihr seid extra aus Stuttgart angereist. Wurden eure Erwartungen erfüllt?

Chrisse: Eher sogar übertroffen, es war wirklich super.

Simon: Gerade auf so kleineren Festivals ist es oft am herzlichsten. Und auch am schönsten, weil wir dann abends spielen, wenn schon viele Leute da sind, die auch Lust auf die Musik haben.

Ihr habt schon viele Gigs gespielt. Seid ihr bei Auftritten noch nervös?

Chris: Der Puls geht hoch, die Spannung ist da – das geht glaube ich nie weg.

Einige von euch hatten auf der Bühne keine Schuhe an. Hat das einen Grund?

André: Wir legen unsere Teppiche auf den Boden, ziehen die Schuhe aus und machen die Bühne zu unserem Zuhause. Da läuft man auch nicht mit Schuhen herum. Wir fühlen uns damit einfach wohler.

– ITCHY POOPZKID

Ihr seid es gewohnt, auf großen Bühnen zu spielen. Freut ihr euch trotzdem auf kleinere Veranstaltungen?

Panzer: Ja klar. Ich bin zum Beispiel auch bei jedem Konzert gleich aufgeregt, manchmal ist es sogar bei weniger Leuten eher schlimmer.

Weil man die einzelnen Gesichter sieht?

Panzer: Ja genau, aber ich bin glücklicherweise so kurzsichtig, dass ich überhaupt keine Gesichter sehe. Das hilft mir da sehr!(lacht)

Wie hat es euch gefallen?

Panzer: Als wir heute Nachmittag angekommen sind waren nur ganz wenige Leute vor der Bühne, aber das wurde dann noch viel mehr und das Konzert war auf jeden Fall richtig geil. Die Leute, die da waren, hatten einen mords Spaß.

Max: Das kann ich bestätigen, ich konnte teilweise mein Schlagzeug nichtmehr bedienen, weil ich so lachen musste.

Habt ihr Rituale vor Auftritten oder besitzt ihr Glücksbringer?

Max: Glücksbringer brauchen wir nicht, weil wir alle absolut hochprofessionell sind – da sitzt alles. (lacht) Aber wir haben tatsächlich ein Ritual vor der Show:  wir trinken zusammen einen Kräuterschnaps, den wir alle nicht mögen und der super eklig schmeckt, danach schreien wir uns an und rennen auf die Bühne.

Die Festivalsaison ist fast vorbei. Was habt ihr als nächstes geplant?

Max: Ich trinke jetzt erst mal mein Bier und wenn das leer ist, hole ich mir ein neues.

Panzer: Wir haben uns vorgenommen, bald wieder an einem neuen Album zu arbeiten und sind auch schon ein bisschen dabei. Mit Konzerten und Festivals wollen wir dann wieder richtig durchstarten.

Wie viele Gigs spielt ihr im Jahr?

Panzer: Wenn wir ein Album herausgebracht haben gehen wir natürlich auf Tour und spielen auf sehr vielen Festivals. In diesem Jahr bereiten wir uns auf Studioaufnahmen vor und schreiben neue Songs.

 


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