Für den eigenen Job begeistern

WETTBEWERB Auszubildende fördern das Interesse an Ausbildungsberufen

Team Doering: Matthias Martaller und sein Betreuer Ulrich Eichmann. (Fotos: privat)

Team: Cohline aus Dillenburg: Annika Weber, Sabrina Müller, Kevin Ginter und Jannick Lotz sowie Wolfgang Diehl.

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In Technologie- und Tagungszentrum in Marburg gefielen der Jury zwar die beiden Konzepte. Zum Sieg in der Kategorie "Administration und Personalmanagement" reichte es allerdings in beiden Fällen nicht.

Als erste der 15 Teilnehmer stellten Annika Weber, Sabrina Müller, Kevin Ginter und Jannick Lotz ihr Projekt "MINT-Berufe mit Knalleffekt" vor. Dazu hatten die Auszubildenden eine hydraulische Experimentiertafel entwickelt, die etwa auf Messen und beim "Girls’ Day" zum Einsatz kommen soll. Jugendliche haben damit die Möglichkeit, sich experimentell mit Grundlagen der Mechanik und der Hydraulik vertraut zu machen.

Dieser spielerische Einstieg soll dazu dienen, mit interessierten Schülern ins Gespräch zu kommen. Dass ihr Konzept funktioniert, hat das Konzept bereits auf dem Dillenburger "Festival der Naturwissenschaften" mit über 500 Besuchern unter Beweis gestellt.

Sandra Ernst und Wolfgang Diehl, die bei Cohline für die Ausbildung verantwortlich sind, lobten das Team. Das Quartett habe gezeigt, dass auch Auszubildende in der Lage seien, ein Unternehmen nach außen zu repräsentieren: "Wir sind uns zudem sicher, dass die Hydraulik-Experimentiertafel bei den kommenden Events weiterhin erfolgreich auf unsere Berufsbilder aufmerksam machen wird."

Die Sinner Gießerei Doering schickte Matthias Martaller als Solist ins Rennen. Unter dem Titel "Herstellung eines Parkbankuntergestells" hatte sich dieser mit der Anfrage einer Schule für eine Zusammenarbeit beschäftigt und eine Idee zur Umsetzung entwickelt. Mit dem Ziel, eine neue Bank für den Pausenhof der Schule herzustellen, arbeiteten Schüler gemeinsam mit den Auszubildenden des Betriebs vom Modellentwurf bis zum tatsächlichen Ausgießen der Form mit flüssigem Metall.

Auch anderen Schulen anbieten

Zur Vorführung hatte Martaller Bilder, ein Styropormodell und ein 17 Kilogramm schweres Element des Bankuntergestells mitgebracht. Dieses hatten die Schüler im ersten Durchgang in der Schule und im Unternehmen hergestellt.

"Wir wollen nach dem ersten erfolgreichen Durchgang das Projekt mit unserer Partnerschule nicht nur wiederholen, sondern haben auch noch parallel eine umfassende Dokumentation erstellt, mit der wir nun auch anderen Schulen im Umkreis ein Angebot für eine Zusammenarbeit machen können", sagte Martaller. Letzteres war auch für seinen Betreuer bei Doering, Ulrich Eichmann, wichtig.


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