Gegen den Mainstream schwimmen

Seit 33 Jahren gibt es die Musicalgruppe der Goetheschule Wetzlar. „In dieser langen Zeit ist sicher schon mal alles gemacht worden“, sagt Antonio Sasso, der unter anderem für die Regie zuständig ist. Trotzdem ist vieles neu bei der Inszenierung des amerikanischen Musicals „Rent“: „Wir sind gerade in einem Generationenwechsel. Wir haben viele neue und junge Schüler als Besetzung in den Hauptrollen“, erklärt Sasso.

Noch nie da gewesen ist auch, dass einer der Hauptfiguren, Mark, während des Stückes einen Film dreht. Dieser wird auch am Ende der Vorstellung gezeigt. „Er läuft praktisch als Kulisse in einer der letzten Szenen“, verrät Sasso. Gedreht wurde der Film natürlich schon während der Proben.

In „Rent“ geht es um das Künstlerdasein. Um Menschen, die sich bewusst gegen den Mainstream richten. „Das Stück hat eine unglaubliche Energie und Dramatik. Es passiert die ganze Zeit wahnsinnig viel. Es gibt viele Szenen, die einfach nur Spaß machen“, urteilt Bettina Kühn. Sie hat den Auftritt des Chors und der Sänger mit einstudiert und ist seit fünf Jahren im Team der Musicalgruppe. Sie sagt: „Dieses Musical ist einfach nur Party.“ Grund dafür ist auch etwas völlig Neues: „Rent“ ist komplett durchkomponiert. Das bedeutet: zweieinhalb Stunden voller Musik. Hauptsächlich Pop- und Rock-Musik.

Viel Arbeit liegt also hinter den knapp 80 Mitwirkenden vor, hinter und auf der Bühne. Im Sommer vergangenen Jahres hat alles angefangen: Das Kreativ-Team, bestehend aus der Regie, der Produktionsleitung und der musikalischen Leitung, hat in gemeinsamer Arbeit das Stück ausgewählt. Im Vordergrund bei der Wahl steht die Umsetzbarkeit. Die Rechte am Stück müssen bezahlbar sein. Zur Verfügung stehen dafür die Einnahmen der Aufführungen. Außerdem sollte sich das Musical für viele Personen eignen. „Die Leute sollen nicht frustriert sein, weil sie nur einen kurzen Auftritt haben. Rent ist da eine gute Wahl. Es gibt acht Hauptrollen und viele kleine Rollen“, begründet Kühn die Entscheidung für das Musical von US-Komponist Jonathan Larson.

Ist das Stück ausgewählt, werden zunächst die Chor-Stücke einstudiert, da sie von allen gesungen werden müssen. Erst danach findet ein kleines Casting statt. Hier singen die Darsteller etwas vor und spielen kleine Szenen. Anschließend werden die Rollen festgelegt. Doch nicht ausschließlich das Können ist gefragt: „Es gibt auch noch wichtige Leute hinter der Bühne für Kosmetik, Kulisse oder Requisite. Das Interesse kann also genauso vielfältig sein wie die Talente“, sagt Sasso. Wichtig für ihn ist auch, dass alle mit Spaß dabei sind.

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Seit September übt die Gruppe mindestens einmal pro Woche. „Am Anfang läuft vieles gleichzeitig ab. Der Chor übt zum Beispiel, während andere Tänze einstudieren oder bereits erste Szenen proben“, erzählt Kühn. 
Dieses Jahr waren diese einzelnen Bereiche ziemlich zeitnah fertig, so dass in den letzten Proben das Stück immer und immer wieder durchgeprobt werden kann. Bis es dann am kommenden Mittwoch zum ersten Mal heißt: Bühne frei für „Rent“.

 

Die Premiere von „Rent“ am 19. Juni um 20.30 Uhr ist zwar schon komplett ausverkauft, aber mit etwas Glück könnt ihr bei uns noch Karten gewinnen. Denn wir verlosen sechsmal zwei Karten für die Erstaufführung im Rosengärtchen. Beantwortet einfach die folgende Frage: Was macht Mark im Musical „Rent“? Schreibt uns die Lösung bis zum 18. Juni per E-Mail an info@midde. Vergesst nicht, euren Namen, euer Alter und eure Adresse anzugeben.


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