Geheimrezept: Freundschaft und Spaß

MUSIK Coverband Sixpash spielt 2018 erstmals im Ausland / Zehn Auftritte bereits unter Dach und Fach

Mega-Erfolg für Sixpash: Der Auftritt vor rund 6000 Menschen beim Stadtfest in Chemnitz war das größte Konzert des musikalischen Sextetts im vergangenen Jahr. (Foto: Annika Müller)
Seit drei Jahren festes Mitglied der Coverband Sixpash: der Biedenkopfer Schlagzeuger Jan-Patrick Wallentin. (Foto: Annika Müller)
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Die Zeit zwischen den Jahren und die erste Woche im neuen Jahr ist für viele Menschen die Zeit, in der sie die Seele baumeln lassen und es etwas langsamer angehen können. Nicht so für die Coverband Sixpash. Die sechs Musiker aus Biedenkopf, Marburg, Gießen und dem Kreis Limburg-Weilburg stecken voll in den Vorbereitungen für 2018. „So verbringen wir unseren Urlaub“, sagt Gründungsmitglied und Bassist Jonas Staudt und grinst. Er sieht nicht so aus, als würde er es bereuen.

„Wir verzichten auf elektronische Samples und schreiben alle Songs auf uns um“

Über 15 Jahre musizieren die sechs Freunde nun schon zusammen. Seit 2000 covern sie sich durch die Rock-, Pop- und Charts-Landschaft. Will man da nicht irgendwann auch eigene Songs schreiben und spielen? „Ich finde, der kreative Part ist auch so groß genug“, sagt Jonas Staudt. Denn Sixpash spielen nicht einfach nur Songs nach. In ihrem Pressematerial bezeichnen sie ihren Stil selbst als „Cover mit Charakter“. Schlagzeuger Jan-Patrick Wallentin erklärt: „Wir verzichten auf elektronische Samples und schreiben alle Songs auf uns um“. Sänger und Gitarrist Patrick Jentzsch ist maßgeblich als kreativer Kopf für diesen Part verantwortlich, dass Sixpash-Songs nicht nur platte Kopien der Originale sind.

Deshalb hat sich die Band 2016 auch dazu entschlossen, ein Album rauszubringen. „Wir wussten zunächst nicht so recht, wie das ankommt, ein Album nur mit Coversongs“, gibt Jonas Staudt zu. Doch der Erfolg gibt Sixpash Recht. „Obwohl es sehr schwierig ist, den Spaß und die Spontanität, die uns live auszeichnen, auch auf Platte zu bringen“, wirft Jan-Patrick Wallentin ein.

Deshalb: Ob und wann eine neue CD kommt, steht noch in den Sternen. „Wir werden auf jeden Fall aber bei unseren Shows neues Material produzieren“, sagt der Schlagzeuger. Videos, Bilder und natürlich Konzertmitschnitte.

Überhaupt, das Live-Spielen ist für Sixpash das A und O. Das größte Highlight im Vorjahr war da der Auftritt beim Stadtfest in Chemnitz. „Wir haben vor etwa 6000 Fans gespielt. Das war schon etwas ganz Besonderes“, sagt Jan-Patrick Wallentin mit leuchtenden Augen. Deshalb ist eines der Ziele der Band für die Zukunft: mehr Auftritte in dieser Größenordnung. Der Chemnitz-Gig war aber mitnichten das größte Konzert der Bandgeschichte, das war bei der Eröffnung der Landebahn Nord-West am Frankfurter Flughafen vor über 80 000 Menschen.

Doch auch eine Nummer kleiner hat einen besonderen Reiz für Sixpash. „Ein ebenfalls toller Auftritt war beim Stadtfest in Marburg im Sommer“, erinnert sich der Schlagzeuger aus Biedenkopf. „Dort waren wir ganz dicht beim Publikum, der Marktplatz war voller Menschen, es gab kein Durchkommen mehr eine Mega-Atmosphäre und gleichzeitig ein Heimspiel für uns!“ Ein anderes Heimspiel hätte bei der Konzertreihe „Donnerstags in Gladenbach“ stattfinden sollen, doch das Konzert fiel dem Regen zum Opfer. „Leider“, sagt Jan-Patrick Wallentin. Doch, so viel verraten Sixpash bereits, dieses Jahr kann es gut sein, dass der Sechserpasch wieder den Gladenbacher Marktplatz rocken wird. So wie 2016, als sie zuletzt in der Kirschenmarktstadt aufgetreten sind.

Erstmals geht es 2018 für Sixpash aber auch über die Grenzen der Bundesrepublik. „Wir haben unseren ersten Gig im Ausland“, sagt Jonas Staudt stolz. Wann und wo, das will er aber noch nicht verraten. Hinzu kommen noch mindestens zehn weitere Live-Auftritte, die bereits unter Dach und Fach sind. „Das ist schon jetzt ein guter Schnitt. Ich denke, dass wir bis Ende des Jahres auf unsere 30 Auftritte kommen werden“, sagt der Bassist.

Alle Proben, Konzerte und Booking-Aktivitäten finden neben Job und Studium statt

Klar ist für die Band, dass sie weiterhin im semi-professionellen Bereich tätig sein will. Die Musik soll Spaß bleiben und nicht in reine Arbeit ausarten. „Wir bleiben Grenzgänger zwischen semi-pro und professionell“, sagt der Bassist grinsend. „Da haben wir unsere Nische gefunden.“ Das heißt aber auch, dass all die Proben, die Auftritte, die Booking-Aktivitäten neben Job und Studium der sechs stattfinden. „Das geht nur, wenn man sich auf jede Probe und jeden Auftritt freut“, macht Jonas Staudt deutlich und Jan-Patrick Wallentin, der für gemeinsame Jam-Sessions schon mal gute 90 Kilometer bis in den Probenraum in Dornburg-Dorndorf (Landkreis Limburg-Weilburg) fährt, nickt.

Doch wie klappt der Zusammenhalt, wenn man als Band quer über Mittelhessen verstreut ist? „Wir nutzen derzeit wahrscheinlich so ziemlich jeden Messenger, den es gibt“, sagt der Biedenkopfer und lacht. „Das Einzige, was wir wohl noch nicht gemacht haben, ist eine Probe über Skype“, ergänzt Bandkollege Wallentin mit einem Augenzwinkern. Und damit nehmen sie die Antwort vorweg, wie der Zusammenhalt klappt: mit viel Humor, einer perfekten Bandharmonie und viel Freude an der Musik und das soll auch in den nächsten Jahren so bleiben.


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