Gemeinsam neue Welten schaffen

Literatur  Maximilian Honig und Carolin Rades veröffentlichen Fantasy-Roman

Sind stolz auf ihr gemeinsames schriftstellerisches Erstlingswerk: Maximilian Honig und Carolin Rades. (Foto: Ewert)

Ihr gemeinsamer Erstling aus dem Bereich „Fantasy“ heißt „Boten der Schatten“. Mittels mehrerer paralleler Handlungsstränge entwickelt sich die Story, den Leser im Unklaren lassend, ob und wie diese Stränge einmal zusammenlaufen. „Man versteht den Anfang nicht, wenn man nur das Ende des Buches liest“, macht Maximilian Honig deutlich. „Und wer nicht bis zum Ende liest, ist selbst schuld“, fügt Carolin Rades verschmitzt hinzu.

Und dann fassen die beiden Autoren ihre Geschichte in wenigen Sätzen zusammen: Die abgelegene Stadt Fjondar wird von Kreaturen der Dunkelheit heimgesucht. Sie töten und entführen die Bewohner. Der junge Barith glaubt, für die Überfälle verantwortlich zu sein. Um seine Schuld gutzumachen, will er mit seinem Greif Parùh die Heimat der Monster ausfindig machen und ihre Angriffe stoppen.

Unterdessen entdeckt der rachsüchtige Ugryòr neue Kräfte, die ihm erlauben, seinen Zielen näherzukommen: Rache zu nehmen für das, was man seiner Familie angetan hat, und seinen Bruder zu finden. Und der Ratsherr Mûtavéh muss feststellen, dass man seine Ideale in der Regierung nicht teilt. Scheinbar als einziger macht er sich Sorgen über das Verhalten des Königs, der immer drastischere Maßnahmen ergreift, um die Bürger zu schützen. Niemand ahnt, dass verborgene Kräfte um die Vorherrschaft ringen.

Wie gesagt: viel Fantasy, viele Handlungsstränge, die dann am Ende ... ja, was denn? Aber genau das soll nicht verraten werden.

Kein Geheimnis aber ist, dass Maximilian Honig und Carolin Rades an ihrem gemeinsamen Buch „jeder hat einen Anteil von 50 Prozent“ fast fünf Jahre gearbeitet haben. Ein Jahr ist allein für Korrektur und Design „draufgegangen“. Neben Schule und Studium.

Die gemeinsame Schule war das Johanneum in Herborn. Beide besitzen den Bachelorabschluss in Umweltmanagement. Beide studieren nun in Gießen; Carolin Rades Umweltwissenschaften und Maximilian Honig Betriebswirtschaftslehre.

„Stückchen für Stückchen haben wir uns vorgetastet und geschaut, was sich ergibt“

Ihre Ausbildung nehmen beide sehr ernst. Die Passion aber ist das Schreiben. „Wir haben schon in jungen Jahren Kurzgeschichten zu allem Möglichen und Unmöglichen verfasst“. Das hat sie schon in der Schule zu einem Team gemacht, zu Freunden mit dem Faible zum Schreiben. Und weil sie sich in der Fähigkeit, Geschichten zu erfinden, und in ihrem Vergnügen und dem Können, diese Gedanken mit den richtigen Worten auch zu Papier zu bringen, so sehr ähneln, wurde die Idee zu dem Buch geboren.

Beide haben dabei zunächst jeder für sich „drauflos geschrieben“, dann die Geschichten ausgetauscht, sich gegenseitig Tipps gegeben und zu differenzierten Gedanken inspiriert. „Stückchen für Stückchen haben wir uns vorgetastet und geschaut, was sich ergibt. Die Geschichte wuchs, die Handlungsstränge näherten sich an, flossen ineinander, ergaben letztlich einen fantastischen Sinn, eine Geschichte mit Seele“, so die Autoren. „Wir haben dieses Buch wirklich und in erster Linie aber nur für uns geschrieben, wollten sehen, ob das geht, ob der Überschwang der Gedanken kanalisiert werden kann, ob am Ende tatsächlich herauskommt, was wir von Beginn an gewünscht hatten, ohne aber den Weg zu diesem Ziel zu wissen“, fassen Carolin und Maximilian ein halbes Jahrzehnt Arbeit zusammen.

Das Schreiben soll Hobby bleiben. Aber: „Ein Krimi spukt bereits in unseren Köpfen“, verrät Carolin Rades. Ganz „bei Null“ müssen sie nicht beginnen. Denn Krimi-Kurzgeschichten sind bereits vorhanden, aus ihrer Schul- und Jugendzeit.

„Boten der Schatten“ ist erschienen im Self-Publishing-Verlag Twenty Six. Zu bekommen ist das Taschenbuch für 16,99 Euro in der Schlossbuchhandlung Herborn und der Buchhandlung Baumann in Herborn. Info: www.boten-der-schatten.de


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