Gleich zweimal auf Platz eins

JUGEND MUSIZIERT Maximilian Bartel gewinnt bei Bundeswettbewerb

Maximilian Bartel wird auf dem Weg in die Musik stark von seinen Eltern gefördert. (Foto: privat)

Mit sechs Jahren hat Maximilian Bartel eine Musikmesse besucht und dort seine große Leidenschaft entdeckt. "Damals gab es neue Kinderinstrumente. Das Fagott hat mir vom Klang her am besten gefallen. Ich wollte von Anfang an das tiefste Instrument spielen", sagt er. Seit zwölf Jahren spielt er nun Fagott. Vor einem Jahr kam auch noch das Klavier dazu.

Die Musik ist sein Lieblingshobby. Jeden Tag übt er vier Stunden Fagott und Klavier. Das hat sich nun beim Bundeswettbewerb von "Jugend musiziert" in Braunschweig und Wolfenbüttel ausgezahlt: Im Trio und Quintett trat er zusammen mit seinen Freunden aus dem hessischen Landesorchester an und belegte jeweils den ersten Platz in zwei verschiedenen Gruppen. "Beim Wettbewerb wird ein Durchschnittsalter der Besetzung errechnet. Deshalb habe ich in zwei verschiedenen Gruppen am Wettbewerb teilgenommen", erklärt Maximilian Bartel.

Für den 18-Jährigen und seine Freunde ist Musik etwas ganz Großes

Seine Freundin und seine Freunde sind, was die Musik angeht, auf einer Wellenlänge mit dem 18-Jährigen. "Die anderen spielen auch alle Instrumente im Orchester, deshalb ist der große Aufwand für uns alle selbstverständlich. Auch meine Freunde widmen der Musik viel Zeit."

Bei "Jugend musiziert" kann zunächst jeder mitmachen. Der erste Schritt ist der Regionalwettbewerb, den Maximilian mit seinen Ensembles in Gießen und Frankfurt für sich entscheiden konnte. Die nächste Hürde ist der hessenweite Landeswettbewerb, dessen Sieger zum Bundeswettbewerb entsandt wird.

Seine Ensemblemitglieder hat Maximilian Bartel alle durch das Landesjugendorchester kennengelernt. Zunächst haben sie sich mit dem Ziel gegründet, beim Bundeswettbewerb in Braunschweig und Wolfenbüttel mitzumachen. Nach dem großen Erfolg, den sie dort hatten, folgt nun auch schon das erste Engagement: Beim Rheingau Musikfestival spielt das Quintett zwei Konzerte.

Für die Proben der jungen Musiker bedarf es einiger Organisation. Da alle in unterschiedlichen Städten wohnen, musste oft das Wochenende dazu genutzt werden, um die Stücke einzuüben. Bei der Vorbereitung auf den Wettbewerb halfen außerdem Musiklehrer und Musikprofessoren mit und unterstützten die Jugendlichen.

Aufgeregt war Maximilian Bartel wegen des Vorspielens nie. Im Vorfeld hörten sich die Musiker keine anderen Ensembles an, um sich nicht irritieren zu lassen. "Wir waren gut vorbereitet und wollten uns nicht verunsichern lassen und nichts übernehmen. Wir wollten einfach so gut spielen, wie wir konnten", erinnert sich der 18-Jährige.

Auch künftig soll die Musik die zentrale Rolle in seinem Leben spielen. Gerade hat er die Aufnahmeprüfung für ein Studium an der Musikhochschule erfolgreich bestanden. Den Unialltag konnte er schon in den vergangenen drei Jahren kennenlernen. Seit 2011 ist er Jungstudent an der Musikhochschule Frankfurt und studiert dort neben der Schule sein Lieblingsinstrument, das Fagott.

Seine Eltern unterstützen ihn bei der Musik und haben immer wieder neue Ideen. "Meine Mutter ist Musiklehrerin am Gymnasium. Mein Vater ist der Musiker in der Familie, er ist Dirigent. Es war damals auch seine Idee, dass ich als Jungstudent nach Frankfurt gehe", erzählt er.

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51. Bundeswettbewerb "Jugend musiziert"

Vom 5. bis 12. Juni hat der 51. Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Braunschweig und Wolfenbüttel stattgefunden. Insgesamt haben an dem Wettbewerb 2500 Jugendliche teilgenommen, von denen 412 einen ersten Platz in den verschiedenen Wertungen belegten. Neben Maximilian Bartel haben aus Limburg außerdem folgende Teilnehmer gewonnen: Josephine Schmirl im Klavier-Solo und Frederik Meffert im Oboe-Solo und im Holzbläserensemble. (sop)


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