Haahepper: Feiern bis zum Morgen

MUSIK Freiluftklassiker in Ballersbach mit rockiger Musik und guter Stimmung

Gehören zu einem gelungenen "Haahepper" unverzichtbar dazu: das hoch auflodernde Feuer und alte Sofas zum Drauflümmeln. (Foto: Kordesch)

Starker Stoff: Die Hanauer Coverband "Heavy Fuel" sorgte für ordentlich Stimmung bei den "Heuhüpfern". (Foto: Kordesch)

Machten einmal mehr mit gut gemachtem Hardrock aus eigener Feder auf sich aufmerksam: "Orbiter". (Foto: Kordesch)

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Für die 32. Auflage des rockigen Frischluftkonzerts hatten die "Heuhüpfer" die heimischen Ska-Rockcover-Band "Skameleon", die Hanauer Rock-Cover-Band "Heavy Fuel" und die Herbornseelbacher Hardrock-Formation "Orbiter" gebucht, die bis in die frühen Morgenstunden für Stimmung am Ballersbacher Sportplatz sorgten.

Für die erfolgreichen "Skameleons" dürfte es schon eine Weile her sein, dass sie mit der undankbaren Aufgabe des Openers betraut wurden - in Ballersbach war dies der Tradition geschuldet: Je später der Abend, desto härter die Musik. Der Plan der Veranstalter, dank der Popularität und der großen Fangemeinde von "Skameleon" den Raum vor der Bühne von Anfang an zu füllen, ging leider nur begrenzt auf: Zwar tummelten sich bereits einige hundert Musikfreunde auf dem Gelände, die die originellen Ska-Interpretationen bekannter Rock- und Pop-Klassiker allerdings eher als Hintergrundkulisse genießen wollten und nach der Hitze des Tages lieber im Thekenbereich den kühlen Getränken zusprachen.

Weit nach Mitternacht begeisterte die Hardrock-Combo "Orbiter"

Erst als mit Einbruch der Dunkelheit auch das für das Festival nahezu unverzichtbare Lagerfeuer angezündet wurde, rückten die Fans vor und schufen etwas von der Atmosphäre, die die Skameleons gewöhnt sind - und die sie für ihren energiegeladenen Sound auch verdient haben: Von der starken Bläserfraktion und Sängerin Katrin Bellinger mit Esprit und Drive im Ska-Stil interpretierte Songs wie "Like A Virgin", "Come On Eileen", "Big In Japan" oder auch "Zehn" fanden ihren Weg direkt in die Füße des Publikums.

Die Rock-Cover-Band "Heavy Fuel" hatte denn im Anschluss auch leichtes Spiel: Zu Rock-Klassikern aus den vergangenen Jahrzehnten gerieten die Fans schnell aus dem Häuschen, nachdem die Temperaturen auf ein erträgliches Maß gesunken waren. Mit Songs wie "She Hates Me", "Hier kommt Alex", "Rebell Yell" und "Shook Me All Night Long" ließen sich immer mehr Fans vor der Bühne von den Hanauern einheizen, die bereits im vergangenen Jahr auf der Ballerbacher Kirmes ihre Qualitäten unter Beweis gestellt hatten.

Weit nach Mitternacht begeisterte dann die Hardrock-Combo "Orbiter" mit Eigenkompositionen der härteren Gangart die Fans.

Die aus der Band "Squirrel Fries" hervorgegangene Formation überzeugte mit, im Genre selten gewordenen, intelligenten Arrangements und melodiösen Gitarrenläufen, etwa bei "Wide Open" oder dem schlicht als "New One" bezeichneten jüngsten Werk der vier bestens aufeinander eingespielten Schwermetaller aus Herbornseelbach.

Immer wieder beeindruckte Sänger Robert Röttig, der zugleich auch den Bass umhängen hat, mit seiner stark an "Iron Maiden"-Sänger Bruce Dickinson erinnernden Stimme.

Stilistische Anleihen der Band bei den "Eisernen Jungfrauen" und den frühen "Black Sabbath" waren auch unverkennbar im Tun der Gitarristen Philipp "Doc" Hofmann und Jannik Neichel, denen Drummer Johannes Hilk druckvoll den Rhythmus vorgab. Als sich "Orbiter" mit "Texas Rattlesnake" von den Fans verabschiedete, übernahmen die "Haahepper" mit Rock- und Metal-Musik aus der Konserve die Regie. Friedlich und ausgelassen feierten dazu die immer noch mehreren hundert bis dahin verbliebenen Festivalbesucher bis in den frühen Morgen.


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