Hess zählt zu den Besten

WISSENSCHAFT Goetheschülerin folgt Einladung zum "Erfinderlabor"

Goetheschülerin Carolin Hess bei der Forschungsarbeit des „Erfinderlabors“ in Frankfurt. (Foto: privat)

Bereits zum 20. Mal veranstaltete der Verein das sogenannten „Erfinderlabor“, einen Workshop, der sich dieses Mal dem Thema Biotechnologie widmete.

Kurz vor den Herbstferien öffnete der Fachbereich Biowissenschaften seine Labore für den wissenschaftlichen Nachwuchs. In Teams widmeten sich die Schülerinnen und Schüler dort unter professioneller Anleitung so komplexen Themen wie molekulargenetischen Untersuchungsmethoden, der Bestimmung von Biosynthese-Genclustern und der Struktur von Bakterienfarbstoffen. Ihre Ergebnisse präsentierten sie in 15-minütigen Vorträgen vor großem Publikum – darunter Prominenz aus Wirtschaft, Hochschule und Ministerien – das von der Qualität der Präsentationen beeindruckt war.

Prominenz aus Wirtschaft, Uni und Ministerien lauscht den Präsentationen

Carolin Hess zeigte sich sehr zufrieden mit dem Workshop. „Ich fand es gut, dass wir sehr viel Zeit zum Forschen und Experimentieren hatten“, sagte die Goetheschülerin und verwies auf solche Versuche, die im normalen Schulalltag nicht möglich sind. „Außerdem war es sehr spannend, einen Einblick in aktuelle Forschungsarbeiten und Projektgruppen an der Uni zu bekommen“, ergänzte Hess. Auch die Arbeit der Projektleiter lobte sie. Sie hätten geholfen, komplexe Themen in kürzester Zeit zu verstehen.

Die Zusammenarbeit von Hochschule, Unternehmen und Verbänden ermöglicht es jungen Leuten mit herausragenden schulischen Leistungen in der Regel dreimal pro Schuljahr, sich beim „Erfinderlabor“ mit anspruchsvollen Themen aus Industrie und Forschung auseinanderzusetzen. Im laufenden Schuljahr verzeichnete das ZFC über 200 Bewerber aus 72 Schulen, wie Projektleiter Patrick Röder, Physiklehrer an der Wetzlarer Goetheschule, mitteilte.

Während der Wissenschafts-Woche stand für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch ein Besuch der Zwingenberger Brain AG auf dem Programm – einem Unternehmen, das sich der Entwicklung von Lösungen und Produkten auf der Basis biologischer Ressourcen widmet. Zum Abschluss des Erfinderlabors wurden der wissenschaftliche Nachwuchs mit Teilnahmezertifikaten, Halbjahresabonnements der Zeitschrift „Spektrum der Wissenschaft“ sowie der Teilnahme an der Talent-School der Fraunhofer-Gesellschaft belohnt.

Das ZFC mit Sitz in Bensheim organisiert das „Erfinderlabor“ seit 2005. Es greift vor allem Themen auf, die im Regelunterricht nicht vorkommen, oder nur im Ansatz behandelt werden können. Ziel ist es, das Interesse junger Menschen für die Naturwissenschaften zu wecken und sie für aktuelle Themen zu begeistern.


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