Hollywood-Liebe zum Valentinstag

Valentinstag (2010):

Mit seinem passenden Titel ist „Valentinstag“ höchstwahrscheinlich die offensichtlichste Filmwahl für den 14. Februar. Bei dem 2010 entstandenen Film von Regisseur und Produzent Garry Marshall („Happy New Year“) handelt es sich um einen sogenannten Episodenfilm. Dabei beleuchtet die seichte Liebeskomödie die Schicksale von mehreren Paaren aus Los Angeles, die mit dem Stress rund um den Valentinstag kämpfen und dabei auch in den einen oder anderen Streit verfallen. Mit seinem riesigen Staraufgebot, das unter anderem Julia Roberts, Jamie Foxx, Anne Hathaway, Bradley Cooper, Jennifer Garner, Patrick Dempsey und Ashton Kutcher umfasst, beweist Regisseur Marshall ein geschicktes Händchen und inszeniert einen gleichwohl traurigen als auch erheiternden Valentinstag-Beitrag, der die Schicksale der Personen zum Ende hin geschickt miteinander verbindet.

Nur mit Dir – A Walk to Remember (2002):

Eigentlich ist die Story von “Nur mit Dir” keine besonders originelle Geschichte, denn das Ganze hat man so sicher schon des Öfteren gesehen: Der coolste und hippeste Typ der Highschool, in diesem Fall Landon Carter, gespielt von „Nikita“-Darsteller Shane West, verliebt sich in die unauffällige graue Maus Jamie Sullivan (Mandy Moore, „Von Frau zu Frau“). Dabei basiert die rührende Story auf dem Roman „Zeit im Wind“ von Autor Nicholas Sparks, dessen Werke reihenweise die Kinos erobern. Dort allerdings ist die Geschichte im Jahr 1958 angesiedelt, was Hollywood geschickt ignoriert und dabei ein modernes Märchen konzipiert. Zwar wirkt das Ganze anfangs noch sehr unglaubwürdig und klischeebelastet, doch fällt es gegen Ende immer schwerer, die Emotionen unter Kontrolle zu halten. So erweisen sich West und Moore als erstklassiges Duo, dessen Schauspielfreude auf den Zuschauer überschwappt. Dabei hat der Film trotz seines Alters keinen Funken Charme verloren und gilt unter Nicholas Sparks Fans als einer seiner besten Romanverfilmungen.

Wie ein einziger Tag (2004):

Beim dritten Filmtipp „Wie ein einziger Tag“ (Originaltitel: „The Notebook“) handelt es sich ebenfalls um eine Romanverfilmung von Nicholas Sparks, bei der der Schauspieler und Regisseur Nick Cassavetes Regie führte. „Wie ein einziger Tag“ ist die dritte von bisher acht Sparks-Verfilmungen und handelt vom Ehepaar Calhoun, dessen Geschichte in Rückblicken erzählt wird. Der tragische Fakt: Allie Calhoun ist an Alzheimer erkrankt und erinnert sich nicht mehr an ihren Mann Noah, der ihr jeden Tag die gemeinsame Liebesgeschichte der beiden am Bett vorliest, welche sie kurz nach Allies Alzheimer-Diagnose niedergeschrieben haben. Während James Garner und Gena Rowlands das alte Ehepaar verkörpern, werden deren junge Ebenbilder von Ryan Gosling („Only God Forgives“) und Rachel McAdams („Midnight in Paris“) porträtiert. Die charmant erzählte Geschichte über die lebenslange Liebe eines Paares gehört vermutlich zu den passendsten Valentinstagsfilmen überhaupt und setzt dabei ein gekonntes Beispiel. Dabei stört nicht einmal die lange Laufzeit von rund zwei Stunden, denn durch die Erzählweise in Rückblenden kommt immer wieder Spannung auf; nicht zuletzt, da der Zuschauer besonders mit der Rolle Noahs mitleidet und mitfiebert.  

Zusammen ist man weniger allein (2007):

Zugegeben, französische Filme haben mit Sicherheit ihre Eigenart und stoßen beim deutschen Zuschauer des Öfteren auf wenig Gegenliebe. Doch mit „Zusammen ist man weniger allein“ hat Regisseur Claude Berri sich 2007 ein Denkmal gesetzt. Der Film greift die Handlung von Anna Gavaldas gleichnamigem Roman auf, den sie 2004 veröffentlichte: Philibert (Laurent Stocker) und Franck leben zusammen in einer antik eingerichteten Wohnung in Paris, die Philibert von seiner Großmutter geerbt hat. Während ersterer sich versucht, möglichst häufig von der Außenwelt abzuschotten, fällt letzterem die meiste Zeit über nicht auf, dass sein Leben nur aus seiner Arbeit und flüchtigen Frauenaffären besteht. Als eines Tages jedoch die junge Putzfrau Camille (perfekt gespielt von Audrey Tautou, „The DaVinci Code – Sakrileg“) eher zufällig in das Leben der beiden Männer tritt und aufgrund einer Grippe in die ungleiche WG einzieht, ändert sich die Lebensweise des Trios rasant, wobei Camille unter anderem Gefühle für einen der beiden WG-Bewohner entdeckt. Zwar rutscht das französische Werk mehrmals in den Kitsch ab, doch dämpft das nicht die Klasse des Films. Die Glanzleistungen des Schauspieltrios in Kombination mit dem einzigartigen Romanstoff sorgen für ordentlich Glücksgefühle beim Zuschauer, der zusätzlich noch mit dem einen oder anderen kecken Witz belohnt wird.


My Bloody Valentine 3D (2009):

Da sich die bisherige Filmauswahl größtenteils auf das weibliche Geschlecht bezogen hat, sollen natürlich auch die Männer nicht zu kurz kommen. „My Bloody Valentine 3D“ bietet eine gute Alternative zu den oft recht kitschigen Liebesfilmen. Wie der Titel schon verrät, kann man den trashigen Horrorstreifen mitsamt der dritten Dimension erleben, die schon auf dem blutrünstigen Cover in Form einer Spitzhacke hervorsticht. Bei dem Spektakel handelt es sich um ein Remake des kanadischen Slasher-Films „Blutiger Valentinstag“, der aus dem Jahr 1981 stammt. Hinter der Kamera steht in diesem Falle „Drive Angry“-Regisseur Patrick Lussier, der die Geschichte um ein schreckliches Minen-Massaker verfilmt, welches sich zum zehnten Mal jährt. Dabei kommt es wieder zu mysteriösen Todesfällen, die sich die Bewohner der kleinen Stadt nicht erklären können. Mit seinem knappen Budget von nur 15 Millionen Dollar avancierte der Streifen dank Einnahmen in dreistelliger Millionenhöhe zu einem riesigen finanziellen Erfolg. Deutsche Fans müssen sich allerdings damit abfinden, dass es „My Bloody Valentine 3D“ hier nur in einer gekürzten Version zu erwerben gibt, da der original Cut als strafrechtlich bedenklich eingestuft wurde und recht flott auf dem Index landete. Aus diesem Grund ist Vorsicht geboten, vor allem wenn eure Liebste nicht ganz so hartgesotten ist wie ihr.

Einen Kinotipp gibt es zum Valentinstag natürlich auch noch:

Winter’s Tale startet am 13. Februar gerade rechtzeitig, um an Valentinstag verliebte Pärchen in die Kinosäle zu locken. Regie führt hier der Amerikaner Akiva Goldsman, der unter anderem schon das Drehbuch für „I Am Legend“ und „Illuminati“ verfasst hat und für „Winter’s Tale“ erstmals die Regie für einen Hollywoodfilm übernimmt. Der Mix aus Fantasy, Drama und Liebesgeschichte handelt vom Dieb Peter Lake (Colin Farrell, „Total Recall“), der sich in eine todkranke junge Frau (Jessica Brown Findlay, „Downtown Abbey“) verliebt, die kurze Zeit später in seinen Armen verstirbt. Doch dann findet Peter heraus, dass ihm die Gabe der Wiedergeburt geschenkt wurde. Das zauberhafte Märchen, in dem unter anderem auch noch Will Smith und Russell Crowe mitwirken, basiert auf dem gleichnamigen Roman von Mark Helprin und verspricht großes Gefühlskino.


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