Hund und Katze achten

Pestalozzischule  Tierschutzunterricht mit Sabine Jessen in der 4b

Duke fühlt sich sehr wohl. Der Labrador ist der Schulhund der Klasse 4b. (Foto: Bach)

Aber die Schüler einigten sich mit Tierärztin Sabine Jessen darauf, dass beispielsweise jeder das Bedürfnis hat nach Essen und Trinken, Ruhe haben und bei Traurigkeit in den Arm genommen werden. Am Dienstag stand Tierschutzunterricht mit Sabine Jessen auf dem Stundenplan. Die Tierärztin aus Schöffengrund gehört dem Bundesverband Praktizierende Tierärzte an, und dieser führt mit einem Tiernahrungssteller bundesweit kostenlosen Tierschutzunterricht an Grundschulen durch. Ziel ist es, den Nachwuchs für die Achtung und den Schutz von Hund, Katze und anderen Haustieren sowie deren natürliche Bedürfnisse empfindsam zu machen und sie über artgerechte Tierhaltung aufzuklären.

Labrador „Duke“ von Klassenlehrerin Sandra Tiefenhoff hat sogar seine eigene Hütte im Klassenraum

Sabine Jessen traf auf eine sehr gut geschulte Klasse, denn die 4b hat einen Schulhund: Labrador „Duke“, der Klassenlehrerin Sandra Tiefenhoff gehört, nimmt zwei- bis dreimal pro Woche am Unterricht teil und hat sogar seine eigene Hütte im Klassenraum. Und natürlich war Duke auch am Dienstag da.

Er ist eher ein ruhiger Mitschüler, der sich problemlos in die Klasse integriert hat. Im Gegenzug sind die Schüler viel leiser, um Duke nicht zu erschrecken. Beim Spiel „Mein rechter Platz ist frei“ kamen dann noch Plüschtiere ins Spiel: Golden Retriever „Keks“, Katze „Frau Socke“ und Kaninchen „Mümmel“. Jedes Kind durfte sich eines der drei Tiere auswählen und musste dann sagen, was es zum Leben braucht.

Mümmel benötigt Platz und Freunde, am besten in einem Abenteuerspielplatz-Gehege. Er braucht Wasser zum Trinken – wie Keks und Frau Socke – sowie Heu als Grundnahrungsmittel und dazu Löwenzahn und anderes Grünfutter. Auch Keks und Frau Socke brauchen viel Platz, Auslauf und Freiräume, sie wollen Beschäftigung und einen Rückzugsort und sind am liebsten in die Familie integriert. Denn nach Liebe sehnen sich alle.

Ganz wichtig für Keks ist ein Halsband und eine Leine, damit nichts passieren kann, auch geistig möchte ein Hund gefordert werden. Weder Hund noch Katze dürfen Milch trinken, weil sie davon Durchfall bekommen. Eine Ausnahme ist spezielle Katzenmilch. Eine Katze sollte auch nicht an der Leine geführt werden, das kann für das schreckhafte Tier gefährlich werden. Und natürlich braucht sie ein Katzenklo, das täglich gereinigt wird. Zudem sollte der Besitzer ihr Fell kämmen, Ungeziefer fern halten, Ohren reinigen und sie nach dem Spaziergang nach Zecken absuchen.

„Tiere sind Mitgeschöpfe“, betonte Sabine Jessen, „sie sind Lebewesen, die ähnliche Gefühle wie Menschen haben. Sie können Freude empfinden und Freundschaften eingehen, sie langweilen sich, wenn es nichts zu tun gibt, und sie haben Schmerzen, wenn man ihnen weh tut oder wenn sie krank sind“.

Zudem gab die Tierschützerin Tipps, wie man sich einem fremden Hund nähert. Einfach auf ihn zugehen und anfassen, das ist falsch. „Am besten mit seinem Besitzer Kontakt aufnehmen und nur nach dessen Einwilligung, dass es sich um einen friedlichen Hund handelt, diesen dann an der Hand schnuppern lassen“, empfiehlt Jessen. Wenn das gut geht, dann kann man ihn vielleicht auch streicheln. Nach dem Unterricht erhielt jedes Kind noch eine Tierschutz-Urkunde.


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