"Ich würde immer wieder helfen"

Jennifer, du hast eine anstrengende Zeit als Hessentagshelferin hinter dir, wie kamst du überhaupt zu diesem Job?

Jennifer: "Ich mache zurzeit eine Ausbildung bei dem Lahn-Dill-Kreis als Verwaltungsfachangestellte und dort hat man uns vor einger Zeit angefragt. Wir wurden dann natürlich freigestellt und ich war sofort dabei."

Ihr musstet dann auch einige "Einführungsseminare" vor dem Hessentag mitmachen, was genau wurde euch da beigebracht?

Jennifer: "Wir haben uns zwei mal für jeweils für zwei Stunden mit dem ganzen Team getroffen, wurden dann auf unsere Aufgaben vorbereitet und es wurde uns gesagt, was uns als Hessenagsvolunteer alles erwarten kann. Zum Beispiel der richtige Umgang mit den Besuchern und die wichtigsten Informationen zu der Stadtgeschichte von Wetzlar. In der Praxis wurden wir dann aber vor allem nach dem Weg gefragt (lacht). Meistens von den männlichen Besuchern, die danach von ihren Frauen zurechtgewiesen wurden: 'Hab ich dir doch gesagt!' Sie sollten mehr Vertrauen ins unseren weiblichen Orientierungssinn haben."

Wo genau warst du dann auf de Hessentag eingeteilt und was musstest du alles machen?

Jennifer: "Ich habe mich für sechs Tage gemeldet und musste pro Tag sechs bis sieben Stunden helfen. Die ersten zwei Tage war ich im Einsatz mit dem mobilen Info-Team, einmal wurde ich als Ansprechpartner für die Bühnenbetreuung engeteilt und einmal war ich Anprechspartnerin für eine Bühnenbetreuung. Man kam auf jeden Fall gut rum."

Oh je, dann taten dir nach der velen Lauferei doch bestimmt die Füße weh?

Jennifer: "Nein, das war gar kein Problem. Nach dem ersten Tag habe ich nur noch festes und vor allem gut eingelaufenes Schuhwerk getragen."

Glück gehabt! Das hört sich ja nach einer aufregenden Zeit an. Gibt es denn ein Erlebnbis, das dir besonders gut in Erinnerung geblieben ist?

Jennifer: "Die ganze Woche war insgesamt ein besonderes Erlebnis. Es war einfach toll, mit vielen verschiedenen Menschen ins Gespräch zu kommen und mit völlig fremden Leuten Späße zu machen. Außerdem habe ich über diese Helferaktion einem Freund einen Job verschaffen können."

Wie kam es denn dazu?

Jennifer: "Während ich an einem Infostand zugeteilt war, kam eine Arbeitskollegin auf mich zu. Ihr Ehemann erzählte uns dann, dass er dringend Leute in seinem Laden braucht und mein Freund hat die Chance sofort genutzt."

Der Hessentag bringt eben nur Erfolge mit sich. Gab es denn auch blöde Erfahrungen, die du in den letzten Tagen machen musstest?

Jennifer: "Wir waren immer der erste Anlaufpunkt, wenn sich jemand über die Organistion oder den Aufbau des Hessentags beschweren wollte - und das, obwohl wir dafür gar nichts konnten. Ansonsten hat bei mir persönlich aber alles reibungslos geklappt."

Das ist doch super. Stell dir vor,  der Hessentag wäre nochmal in der Nähe - würdest du dich sofort wieder als Helferin melden oder war die Woche so stressig, dass dir die Lust erstmal vergangen ist?

Jennifer: "Klar, die Tage waren auch sehr anstrengend, aber der Spaßfaktor hat auf jeden Fall überwogen! Ich würde deswegen immer wieder freiwillig helfen und hätte mich echt geärgert, wenn ich mich nicht gemeldet hätte. Der Hesentag in Wetzlar ist super gelungen. Hallo, wir haben die Millionen geknackt!"

Das sehen wir genauso. Dann wollen wir dich nicht länger aufhalten, damit du deine letzte Schicht als Hessentagvolunteer wahrnehmen kannst.


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