Jugendliche treffen auf junge Politiker

Schulprojekt Podiumsdiskussion mit Jugendvertretern / Neuntklässler thematisieren Bildung und Sicherheit

Junge Politiker diskutieren mit den Schülern (v.l.): Julian Stroh (Jusos), Thorben Sämann (Grüne Jugend), Akop Voskanian (Junge Union) und Niklas Hannott (Junge Liberale). (Foto: A.-L. Fischer)

Am 28. Oktober sind Landtagswahlen in Hessen – Schüler der neunten Klassen der Freiherr-vom-Stein-Schule in Wetzlar dürfen an dieser zwar noch nicht teilnehmen, aber sie hatten jetzt die Gelegenheit, mit Vertretern der Nachwuchsorganisationen von Grünen, SPD, CDU und FDP zu diskutieren.

„Wir erhoffen uns, dass die Schüler einen Zugang zur Politik finden“, sagte Marcus Schnöbel, Schulleiter des Mittelstufengymnasiums. Eine Podiumsdiskussion mit anschließenden „Speed-Datings“, bei denen die Schüler in Kleingruppen mit dem Vertreter einer der Parteien sprechen konnten, sollten laut Schnöbel einen Teil dazu beitragen. „Es gibt viele Dinge, die die Schüler beschäftigen. Hier sollen sie Gehör finden“, erklärte der Schulleiter. Gerade in „politisch aufgewühlten Zeiten“, in denen viele Menschen Enttäuschung gegenüber der Politik verspürten, sei das enorm wichtig.

Im Vorfeld hatten sich die Schüler im Politikunterricht Fragen überlegt, die sie den Vertretern der Jugendorganisationen Jusos, Junge Liberale, Junge Union und Grüne Jugend stellen wollten. Dabei gab es zwei Themengruppen: Bildung und Sicherheit. Stellvertretend führten Leon Schäfer, Isabelle Koch, Jana Schlecht und Klara Siewecke die Diskussion. Schnell war zu merken, dass die Schüler Fragen stellten, die sie persönlich betreffen und beschäftigen. „Wieso gibt es befristete Arbeitsverträge für einige Lehrer an unserer Schule?“, lautete beispielsweise die Einstiegsfrage. „Sollte Bildung von der Politik nicht unterstützt werden und wichtig sein?“, fragte Leon Schäfer hierzu.

Schüler stellen vor allem Fragen, die sie persönlich betreffen

Als erster ergriff Niklas Hannott (FDP) das Mikrofon. Der Lehramtsstudent machte den Schülern deutlich, dass auch er die „Sommerarbeitslosigkeit“ für ein „Unding“ von Seiten der Regierung halte. Befristete Arbeitsverträge seien für junge Menschen nach dem Studium höchstens in der freien Wirtschaft sinnvoll, um verschiedene Betriebe kennenlernen zu können.

Thorben Sämann (Grüne) war der Meinung, dass es sich bei den befristeten Verträgen für Lehrer „eher um Einzelfälle“ handele und sie daher kein allzu großes Problem seien. Prompt meldete sich ein Lehrer aus den Zuschauerreihen: „Dann sitzt hier ein Einzelfall.“ Dem entgegnete Akop Voskanian (CDU), dass es bei der Einstellung von jungen Lehrern vor allem auf die Kombination ihrer Fächer ankäme. „Das ist natürlich ungerecht, denn Geld genug hat das Land und Bedarf gibt es an den Schulen auch“, sagte Voskanian.

Juso-Miglied Julian Stroh fand sogar, dass die von der Regierung angestrebten 105 Prozent Stellenbesetzung noch nicht genug seien. „Es fällt noch immer zu viel Unterricht aus“, warf der junge Genosse ein.

Politik auf Augenhöhe gab es beim „Speed-Dating“ im Anschluss. Die Neuntklässer diskutierten angeregt mit den jungen Parteilern und stellten ihnen Fragen. Das Schöne: Hier konnten alle Schüler zu Wort kommen.


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Kommentare (1)
Viel BLa Bla nichts dahinter, befristete Stellen darf es überhaupt keine geben, egal wo! Vor der Wahl wird viel versprochen und angeregt, aber nichts gehalten. Diese Politiker sollen die jungen Leute mal aufklären was mehr
hier wirklich auf sie zu kommt. Das Merkel und Co den Mikrationspakt vorantreibt und was es bedeutet für die jungen Schüler und alle hier lebenden wenn der unterzeichnet wird. Wie unser Land immer mehr islamisiert wird und die Folgen! Da interessiert sich niemand mehr ob es bei Lehrern befristete Stellen gibt oder nicht, denn dann können wir Deutsche uns warm anziehen.
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