Kein W-Lan, aber eine Fahrradwerkstatt

MITSPRACHE Zwei Beschlüsse des Jugendforums Aßlar in der letzten Sitzung 2014

Volles Haus bei der Sitzung des Jugendforums im Kontaktzentrum. (Foto: Sames)

Mit dabei waren auch Bürgermeister Roland Esch, Stadtverordnetenvorsteher Bernhardt Völkel und die Fraktionsvorsitzenden. Die Tagesordnung umfasste neun Punkte. Nachdem der Vorstand über die in der letzten Sitzung beratenen Anträge und deren Umsetzung berichtet hatte - so wurde zum Beispiel der Soccerkäfig in Aßlar mit einer Sitzgruppe aufgewertet und in Werdorf kamen auf einen Streetballplatz zwei Soccertore hinzu - ging’s um neue Vorhaben.

Von einer Jugendgruppe aus Werdorf kam der Antrag, eine Zweiradwerkstatt einzurichten. Die Jugendlichen hatten bereits Kontakt zum Heimatverein Werdorf aufgenommen und dessen Unterstützung erhalten. So wurden auch schon Fahrräder aus dem Bestand des Heimatvereins von Rost befreit und verschönert. Bürgermeister Esch sprach sich für das Projekt aus und teilte mit, dass es in der ehemaligen Feuerwehrgerätehalle bis auf Weiteres auch einen Platz für die Umsetzung gebe.

Das Jugendforum beschloss anschließend mit großer Mehrheit die Anschaffung des benötigten Werkzeugs.

Als Nächstes stand die jährliche Bildungsreise auf der Tagesordnung. Hier gab es zunächst vier Vorschläge: Berlin, Hamburg, London und Wetzlars Partnerstadt Colchester. Noch intensiver Diskussion setzte sich Hamburg als Ziel für die in den Osterferien 2015 geplante Maßnahme durch. Ausschlaggebend war hier vor allem, dass man im deutschsprachigen Raum leichter mit anderen Jugendgruppen in Kontakt treten kann und so ein wirklicher inhaltlicher Austausch möglich ist.

Es folgte ein heikles Thema. Einige Jugendliche wünschten sich einen W-Lan-Zugang für ihre Smartphones in den städtischen Jugendräumen. Es bildeten sich schnell die maßgeblichen Argumente des Für und Wider heraus.

Bildungsreise nach Hamburg

Dafür sprach die allzeitige Verfügbarkeit über das Internet insbesondere wegen seines Musikangebots sowie den bereitgestellten Informationen. Dagegen sprach allerdings - und das überraschte die anwesenden Kommunalpolitiker und Sames -, dass viele Jugendliche mit dem Bereitstellen dieser Möglichkeit befürchteten, dass fortan nur noch mit dem Smartphone "herumgespielt" und nicht mehr gekickert oder kommuniziert wird. Außerdem sahen sie die Möglichkeit des Missbrauchs durch illegale Downloads. Eine große Mehrheit der Jugendlichen sprach sich schließlich gegen das W-Lan aus.


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