Lassen sich aus der Vergangenheit Lehren ziehen?

VORTRAG Prof. Michael Wagner spricht im Johanneum über den Ersten Weltkrieg und seine Folgen

Geschichtslektion: Prof. Michael Wagner sprach im Johanneum über den Ersten Weltkrieg und seine Folgen. (Foto: privat)

In einer von Geschichtslehrerin Miriam Müller moderierten Veranstaltung erläuterte er zunächst, welche Lehren in den 1920er und 1930er Jahren in Europa aus dem Ersten Weltkrieg gezogen wurden, um einerseits einen neuen Krieg zu verhindern, andererseits aber auch, um die Siegeschancen in einem künftigen Krieg zu verbessern.

Der Redner zeigte am Beispiel der Dolchstoßlegende, wie die Nationalsozialisten die Geschichte des Ersten Weltkriegs manipulierten und zum Zwecke ihrer innen- und außenpolitischen Machtsteigerung missbrauchten.

Workshop der Leistungskurse

An den Vortrag schloss sich eine intensive Diskussion an, in der viele Schüler Fragen stellten, in denen es auch um mögliche Parallelen zwischen der Julikrise 1914 und der heutigen Krise in der Ukraine ging.

Danach setzten sich die beiden Leistungskurse Geschichte im Rahmen eines Workshops intensiv mit Quellen zu den Kriegszielen der europäischen Länder von 1914 bis 1917 auseinander. Die Veranstaltung zeigte, dass gerade 100 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs das Thema bei jungen Menschen angesichts aktueller Krisen auf großes Interesse stößt.


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