Mit dem Rad abheben

FREIZEIT "Dirtpark" in Erda lockt Jugendliche seit April an

Yannic Schmidt aus Hohenahr-Altenkirchen zeigte trotz extremer Windverhältnisse einen tollen Sprung im neu eröffneten "Dirtpark". (Foto: Peter)

Am vergangenen Freitag besuchte Hohenahrs Bürgermeister Armin Frink (parteilos) mit seinen beiden dreijährigen Kindern Alicia und Lucian den neu geschaffenen "Dirtpark" (englisch "dirt" gleich "Dreck, Schlamm").

Dieser befindet sich auf einer Fläche von etwa 5000 Quadratmetern in der Gewerbestraße angrenzend an den Gewerbepark West.

Anzeige

An diesem Nachmittag waren einige Kinder und Jugendliche vor Ort. Leider ließ der kräftige Wind die Ausübung des Extremsportes fast gar nicht zu. Lediglich einige wagemutige Fahrradfreunde zeigten ihre Künste.

Seit Anfang April dieses Jahres gibt es ganz offiziell diesen Park für Radfahren im Gelände.

Jugendliche müssen nun nicht mehr illegale Strecken im Wald fahren

Bürgermeister Armin Frink berichtete im Gespräch mit der Redaktion, dass eine Gruppe Jugendlicher seit nahezu vier Jahren dabei gewesen sei, Ideen für einen solchen Park zu entwickeln.

Dabei seien auch die Probleme deutlich geworden, die die Ausübung des Extrem-Fahrradsportes bisher quasi nur illegal möglich machte.

Dies habe sich in den Waldgebieten abgespielt und dabei oft in gefährlichen Arealen. Innerhalb der Großgemeinde sei deshalb nach einer geeigneten Fläche gesucht worden.

Als ideal habe sich dabei das Gelände gezeigt, das an das Gewerbegebiet West anschließt.

Durch die ehrenamtliche Arbeit vieler junger Menschen aus Hohenahr und dank der Unterstützung einer heimischen Baufirma, konnte die Strecke, die zunächst nur über eine Line verfügt, errichtet werden. Kosten seien der Gemeinde Hohenahr nicht entstanden, so der Bürgermeister.

Schon jetzt zeige sich, dass diese eine Line nicht ausreiche, da der Park sehr gut angenommen werde.

Radsportbegeisterte treffen sich im "Dirtpark" aus allen Hohenahrer Ortsteilen, um über die Erdhügel durch die Luft zu fliegen. Sie üben sich an fast akrobatischen Sprungelementen mit Namen wie "Tables", "Doubles" und "Hip-Jumps".

Die Schwierigkeitsgrade der Strecken sind aufgeteilt in leicht, mittel und schwer. Diese Strecken können bei gutem Wetter jederzeit befahren werden, allerdings nur mit einem gültigen Streckenausweis.

Für diesen Streckenausweis ist Pascal Wielsch aus Großaltenstädten zuständig.

Bei der Benutzung der Strecken im "Dirtpark" ist Sicherheit wichtig. Auf der gesamten Strecke besteht daher Helmpflicht. Zudem wird das Tragen von weiteren Protektoren dringend empfohlen. Landschaftsgärtner Jerome Jordan aus Wetzlar berichtete, dass er Tipps abgegeben habe, wie zum Beispiel die Erdbewegungen für die Line auszuführen sind und wie die Sprünge abgedichtet werden können. Die Fläche, auf der auch Baumpflanzungen als Ausgleich vorgenommen werden, soll zudem noch eine Hainbuchenumzäunung erhalten. Die Kontaktdaten der Betreuer sind auf den Schildern im "Dirtpark" vermerkt.

- Kontakt: www.facebook.com/dirtparkhohenahr


Mit ePaper wird die Zeitung digital: Testen Sie jetzt das ePaper Ihrer Heimatzeitung zwei Wochen kostenlos!
Link zum Thema
Copyright © mittelhessen.de 2014
Kommentare (0)
Mehr aus midde