Mit sieben Bands in die Nacht

Affentanz-Festival  Musiker aus Frankreich und Holland in Weilburg zu Gast

Zwei Bands und eine Fotografin – zehn Leute haben das Affentanz-Festival auf die Beine gestellt. (Foto: privat)

Das TAGEBLATT hat vorab von Sebastian Guthardt, einem der Organisatoren, erfahren, wie das Festival zustande kam und was die Gäste erwartet.

„Eigentlich wollten wir mit unserer Band nur noch mal in der Heimat spielen“, erzählt Guthardt. Schon 2015 organisierte die Band des Organisators „Fatzke“ ein Benefizkonzert, bei dem Spenden für die Arbeit mit Flüchtlingen gesammelt wurden. Mit an Bord waren auch damals schon die befreundeten Bands „RoadRage“ und „Paramagnet“, die auch beim „Affentanz-Festival“ auftreten. „Wir haben schon viel mit RoadRage gemacht und wollten jetzt etwas größer werden“, erklärt Guthardt, „das ist dann in ein Festival ausgeartet.“

Schnell kamen die Musiker auf die Idee, noch andere befreundete Bands einzuladen und den Kreis zu erweitern. Es wurden Bands aus Darmstadt und Hamburg eingeladen. „Dann waren wir sogar so weit, dass wir Bands aus dem Ausland dazu geholt haben“, erzählt Guthardt.

Insgesamt schrieben die Organisatoren 20 bis 30 Bands über Booking-Agenturen an. Schließlich sagten „P.O. Box“ aus Frankreich und „Jaya the cat“ aus Holland zu. Zusammen mit „Beckstage Fotografie“ und Timo Jungmann, der die Räumlichkeiten zur Verfügung stellt, hat sich das Organisationsteam auf zehn Leute erhöht.

„Es ist gut, so viele Leute zu haben, bringt aber teilweise auch unnötige Diskussionen“, ist sich Guthardt sicher. Bisher habe die Zusammenarbeit laut dem Musiker aber gut geklappt: „Ein bisschen Reibung ist manchmal ganz gut, dann kommt das Richtige bei raus.“

Auf den Affen gekommen sind die Bands durch ein Brainstorming. „Fatzke hat einen Affen im Logo und RoadRage hat mal ein Album mit dem Namen ,Beware of the monkey’ herausgebracht“, erklärt Guthardt. „In unserer Whatsapp-Gruppe kamen wir dann nach einigem Hin und Her auf ,Affentanz Festival’.“

Mit sieben Bands und allen Organisatoren und Helfern werden sich am Samstag im Backstage-Bereich um die 50 Leute tummeln. „Wir haben viele Helfer aus dem Freundeskreis, die sich um Essen und die Kasse und so weiter kümmern“, zeigt sich Guthardt dankbar. Er selbst werde sich am Festivalabend eher um die Bands kümmern und dafür sorgen, dass auf der Bühne alles klappt.

Mittlerweile sind fast alle Vorbereitungen getroffen. „Jetzt müssen wir am Freitag nur noch die Bühne aufbauen und etwas Platz für die Merchandising-Stände schaffen“, berichtet Guthardt. Doch etwas anderes als die Organisation eines ganz normalen Konzerts ist das Festival laut dem Organisator schon: „Das ist schon eine ganz andere Hausnummer und organisatorischer Großaufwand.“ Schon im Vorfeld gab es „Affentänzchen“, kleine Warm-up-Shows im Kanapee in Weilburg. „Das hat gut funktioniert und noch etwas Geld eingebracht“, erzählt Guthardt.

Für Samstag hoffen die Organisatoren auf 300 Gäste: „Es wäre schon schön, wenn Weilburg zeigen würde, dass da noch was geht.“ Der Vorverkauf jedenfalls sei unerwartet gut gestartet. Auch Leute von weiter weg haben sich durch Kontakte der vielen Bands angemeldet.

„Es wäre schön, wenn Weilburg zeigt, dass hier noch was geht“

Erwarten können die Gäste am Samstag einen sehr gemischten Abend, speziell für Liebhaber der gitarrenlastigen Musik. Von deutschem Punk-Rock über Skapunk bis Reggae ist alles dabei. „Wer Bock hat, sich zu bewegen und in die Nacht zu tanzen, ist auf dem Festival genau richtig“, ist sich Guthardt sicher. Einlass ist am Samstagabend um 17 Uhr, die erste Band „Paramagnet“ spielt um 18 Uhr, gefolgt von „Captain Capgras“, „Arrested Denial“, „RoadRage“, „Fatzke“, „P.O. Box“ und „Jaya the Cat“. Von 18 bis 19 Uhr gibt es eine Happy-Hour und auch für Essen ist gesorgt. Wer nach dem letzten Auftritt um 23 Uhr noch bleiben möchte, kann bei der Aftershow-Party mit DJ Rotten weiter feiern.


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